Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° Schneeschauer

Navigation:
ESC 2018: Wer singt für Deutschland?

Deutscher Vorentscheid ESC 2018: Wer singt für Deutschland?

In den vergangenen Jahren hat Deutschland beim internationalen Musikwettbewerb eher bescheiden abgeschnitten. Das soll sich in diesem Jahr wieder ändern: Sechs talentierte Musiker treten nach einer aufwendigen Vorauswahl am 22. Februar beim deutschen Vorentscheid „Unser Lied für Lissabon“ gegeneinander an.

Voriger Artikel
Der Bär ist los
Nächster Artikel
Die Pressekonferenz der Berlinale live

Der Kandidat Michael Schulte ist einer der sechs Kandidaten, die beim deutschen Vorentscheid «Unser Lied für Lissabon» für den Eurovision Song Contest an den Start gehen.

Quelle: dpa

Berlin. Wer von den deutschen Teilnehmern beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC) am 12. Mai in der portugiesischen Hauptstadt dabei sein will, muss erst einmal in der deutschen Hauptstadt zeigen, was er drauf hat.

Am 22. Februar ist es so weit: Dann entscheidet sich, wer für Deutschland singen darf und in diesem Jahr hoffentlich mehr dabei rausholt als in der jüngsten Vergangenheit - die war für die deutschen Teilnehmer ein Desaster in Folge.

1b302ba6-eca8-11e7-8226-b0aaceab32a3

Fünf Einzelkünstler und eine Band bewerben sich beim deutschen Vorentscheid „Unser Song für Lissabon“ am 22. Februar in Berlin (20.15 Uhr live in der ARD) um das deutsche Ticket zum Eurovision Song Contest am 12. Mai in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Diese Kandidaten treten an:

Zur Bildergalerie

Im vergangenen Jahr hatte Deutschland mit Levina („Perfect Life“) zumindest einen vorletzten Platz belegt. Traurig genug, dass das fast schon Erfolg gelten musste. Denn in den beiden Jahren davor war das Ergebis für Deutschland mit dem jeweils letzten Platz noch trostloser. Die Zeiten, in denen deutsche Teilnehmer beim ESC geglänzt haben, wie mit dem ersten Platz für „Satellite“ von Lena Meyer-Landrut 2010, sind schon etwas her.

Radikaler Neuanfang für deutschen ESC-Beitrag

Nach dem ernüchternden Abschneiden im vergangenen Mai hatte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber einen radikalen Neuanfang angekündigt, „bei dem nichts so bleiben soll, wie es in den letzten Jahren war“. Und er hatte auch durchblicken lassen, was er sich für 2018 wünscht: Es gehe darum, international wiedererkennbarer, kantiger und erfolgreicher zu werden.

Eine wichtige Neuerung: Eine Eurovision-Jury aus 100 ESC-Kennern hat diesmal eine Vorauswahl getroffen, 20 potenzielle Kandidaten wurden im Januar zu einem Workshop eingeladen. Dann mussten die Eurovision-Jury und eine internationale Jury aus 20 Personen, die in den vergangenen Jahren in ihren Heimatländern Mitglieder der nationalen Jury waren, noch einmal aussieben. Erst dann stand fest, wer beim deutschen Vorentscheid „Unser Lied für Lissabon“ dabei ist. Es sind diesmal sechs mehr oder wenige junge ESC-Hoffnungen, davon drei, die schon an der Castingshow „The Voice of Germany“ erfolgreich teilgenommen hatten.

Sechs ESC-Hoffnungen, teils geschult bei „The Voice“

Darunter sind die aktuelle im georgischen Tiflis geborene „Voice“-Gewinnerin Natia Todua (21) und die in Berlin geborene Siegerin der ersten Staffel, Ivy Quainoo (25). Michael Schulte (27), gebürtig aus Eckernförde, ist bei der ersten „Voice“-Staffel 2012 immerhin Dritter geworden.

Also alles Kandidaten, die gezeigt haben, dass sie andere von sich überzeugen können. Aber vielleicht doch ein bisschen viel „Voice of Germany“ beim Vorentscheid? Musiker Mark Forster (34) findet das völlig okay: „Dass jemand, der in einem gesanglichen Contest Erfahrungen gesammelt hat, beim größten Musikwettbewerb überhaupt mitmacht, ergibt irgendwie Sinn“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Der Songwriter („Kogong“) sitzt bei der ProSieben-Sat.1-Show allerdings in der Jury und ist nicht komplett unbefangen.

„Buntes und vielfältiges Teilnehmerfeld“

Die übrigen drei Vorentscheid-Teilnehmer sind Singer-Songwriter Xavier Darcy (22), der Komponist und Produzent Rick (Ryk) Jurthe (28) aus Hannover und die Band voXXclub, die aus fünf Männern besteht: Michi, Christian, Stefan, Korbinian (Bini) und Florian (Flo). Die Show, die das Erste live überträgt (20.15 Uhr), moderieren Spaßmacher Elton und Nachrichtensprecherin Linda Zervakis.

ARD-Unterhaltungskoordinator Schreiber ist bisher ganz zufrieden: „Unser neues Auswahlverfahren, bei der die 100-köpfige Eurovisions-Jury und die 20 internationalen Musik-Juroren entschieden haben, wer beim Vorentscheid für Deutschland antritt, hat uns ein buntes und vielfältiges Teilnehmerfeld gebracht“, teilte er auf Anfrage mit. Und:„Dass wir zum ersten Mal mit Komponisten, Textern und Produzenten aus Deutschland und aller Welt ein Song Writing Camp für unsere Teilnehmer organisiert haben, bei dem drei unserer sechs Songs entstanden sind, ermutigt uns, diesen Weg weiterzugehen.“

Finale des Eurovision Song Contest am 12. Mai

Am Donnerstag stellt sich heraus, wie die Fernsehzuschauer, die internationale Jury und die Eurovisions-Jury das einschätzen. Nach den sechs Auftritten geben sie ihre Stimmen ab. Die Punkte werden getrennt voneinander bekannt gegeben. Am Ende der Show steht dann fest, wer am 12. Mai beim Finale auftritt. Ein Gutes hat das Desaster der vergangenen Jahre: Es kann diesmal eigentlich nur besser werden.

Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Von MAZonline/dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur
www.esprit.de
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg

War die Entscheidung der Jungen Union richtig?