Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Deutschland sucht noch immer Superstars

Medien Deutschland sucht noch immer Superstars

Nach 13 Jahren klopft Dieter Bohlen die Gesellschaft immer noch nach Superstars ab. Auch in dieser Staffel schwankte die "DSDS"-Quote bisweilen heftig. Trotzdem schalten noch Millionen ein.

Voriger Artikel
50 Cent spendet nach Läster-Video
Nächster Artikel
Clooney und Roberts singen auf der Rückbank

Laura van den Elzen hat es bis ins Finale geschafft.

Quelle: Bodo Schackow

Düsseldorf. Schon seit über einem Jahrzehnt geht das so: Für "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) auf RTL schart Dieter Bohlen regelmäßig Musik-Prominente um sich.

Gemeinsam siebt die Jury der Casting-Show dann aus, bis nach Recalls und Zuschauer-Abstimmung Finalisten übrig bleiben. Wer der "Superstar" 2016 wird, entscheidet sich an diesem Samstag (7. Mai) in Düsseldorfs größter Mehrzweckhalle. Auf der ISS Dome-Bühne stehen dann:

Prince Damien : Dank Klebenieten auf der Braue hat er großen Wiedererkennungswert. Der 25-Jährige wurde in Johannesburg geboren. In München ist er zu dem singenden und tanzenden Reptilien-Sammler geworden, den Zuschauer und Jury immer wieder sehen wollten.

Thomas Katrozan : Der Leipziger mit den Turban-Dreadlocks macht Prince Damien in der Kategorie "Haarpracht" Konkurrenz. Mit Reggae sang sich der 36-jährige Tontechniker in den Recall auf Jamaika. Beim Halbfinale in Duisburg wollte er dann "König von Deutschland" werden.

Laura van den Elzen : Haben es in der Vergangenheit schon Schweizer zum deutschen "Superstar" gebracht, hat mit der Studentin nun eine Niederländerin die Chance dazu. Die 18-Jährige überzeugte mit ihrer wuchtigen Stimme auf der Country- und Rock-Schiene.

Vorsingen gefolgt vom Jury-Urteil - warum die immer gleiche DSDS-Leier jedes Jahr trotz wackeliger Quoten noch regelmäßig zumindest zwischen drei und vier Millionen Menschen zum Einschalten bewegt, hat der Medienwissenschaftler Holger Schramm analysiert: "Das Wettbewerbsprinzip funktioniert immer", sagt er.

Das gebe dem Publikum die Möglichkeit, sich sozial zu vergleichen. Im Zweifelsfall steigere das Totalversagen mancher DSDS-Teilnehmer das Selbstwertgefühl der Zuschauer. "Das ist vergleichbar mit den Freakshows auf den Jahrmärkten früher", erklärt der Professor für Medien- und Wirtschaftskommunikation.

Er sieht auch in Dieter Bohlen einen Grund für den anhaltenden, aber nicht überragenden Erfolg von DSDS. Als fixer Charakter verpasse der "Modern Talking"-Sänger von einst der Show einen "Trashfaktor". Außerdem setze Bohlen mit den Schlager-Sängerinnen Michelle und Vanessa Mai in der Jury auf den "Helene-Fischer-Hype". Für die Jugendlichen seien aber Bohlen und Schlager nicht mehr zeitgemäß, sagt Schramm.

Nach seiner Ansicht sinken die Quoten auch, weil die Konkurrenz zwischen den Casting-Shows im Musikbereich größer geworden sei. Inzwischen sei der Markt gesättigt und die Laufzeit von "DSDS" begrenzt, sagt der Medienwissenschaftler.

 

Zumindest für 2017 laufen allerdings schon die Casting-Aufrufe.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur
www.esprit.de
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?