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Kultur Die Show „Vivid“ feiert die Urkraft des Lebens
Nachrichten Kultur Die Show „Vivid“ feiert die Urkraft des Lebens
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18:49 19.10.2018
Grand Show mit allem, was dazu gehört. Quelle: Bänsch dpa
Berlin

 Mit der berühmten Girlsline entlässt der Friedrichstadtpalast die Besucher der neuen Show „Vivid“ in die Pause. Doch schon vorher zeigt sich das Premierenpublikum am Donnerstagabend wiederholt außer sich, klatscht Beifall oder ruft Worte wie „Wahnsinn“ oder „irre“. So überwältigend schön und kraftvoll wirken einzelne Szenen, in denen Tanz und Akrobatik, Kostüme und Livemusik, Lichteffekte und aparte Bühnenbilder kulminieren. Zwölf Millionen Euro soll die „Grand Show“ gekostet haben, die nun zwei Jahre Besucher aus nah und fern anlocken soll und –keine Frage - auch begeistern wird. Die meisten Zuschauer werden sie als höchst abwechslungsreiche Nummernrevue bestaunen und die etwas aufgesetzte Geschichte des Erwachsenwerdens einer Tochter getrost vernachlässigen, die auch noch erzählt werden soll.

Männliche Erotik ist diesmal Trumpf. Muskulöse Akrobaten und Tänzer mit freiem Oberkörper lassen Frauenherzen höher schlagen. Mehrere Welten werden von der in Las Vegas lebenden Autorin und Regisseurin Krista Monson gegeneinander gesetzt. Die üppige Natur mit ihrer fantasievollen Flora und Fauna, die sich vom kalten, rätselhaften Kosmos abhebt. Und eine androide Zivilisation, der nur ein binärer Code zugrunde liegt und die für Gleichheit und Uniformität steht. Die 32 Frauen, die mit ihren 64 Beinen die recht kühl anmutende Girlsline bilden, bedeuten in der Bühnenerzählung eine futuristische Armee, aus der sich die Tochter R’Eye Schritt für Schritt befreit.

Eine ausführliche Rezension der Grand Show lesen Sie am Samstag in der Märkischen Allgemeinen.

Von Karim Saab

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