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16:45 14.03.2015
Der Brandenburger Dom wird 850 Jahre alt. Quelle: Julian Stähle

2015 kann befreit gefeiert werden. Befreit deshalb, weil die beiden anstehenden Jubiläen historisch gesichert sind. Die Frage etwa, ob Otto der Große das Bistum Brandenburg nun tatsächlich 948 gestiftet habe oder die entsprechende Urkunde nicht doch eine mittelalterliche Fälschung sei, muss diesmal niemanden plagen. Denn unbestritten ist, dass Prämonstratenser, die von Magdeburg ausgezogen waren, um das 983 im großen Slawenaufstand zerstörte Bistum wiederzuerrichten, 1165 die „Brandenburg“ bezogen und dort sofort mit dem Bau eines Domes begannen. Die Mauern dieser Kathedrale, die dem Heiligen Petrus und 1196 dann auch dem Apostel Paulus geweiht wurde, erzählen also eine Geschichte, die 850 Jahre zurückreicht. Natürlich erzählen sie vor allem vom Leben der Menschen, die hier zuhause waren. Weil aber Politik und Religion in der Welt des Mittelalters nah beieinander waren, zeugt der Dom auch von einer gleichermaßen aufregenden wie wechselvollen Beziehung zwischen „Thron und Altar“.

Das Jubiläum „850 Jahre Dom zu Brandenburg“ hängt darum mit dem zweiten, „600 Jahre Hohenzollern in der Mark Brandenburg“, eng zusammen. Als nämlich König Sigismund 1415 auf dem Konzil von Konstanz den Nürnberger Burggrafen Friedrich VI. von Hohenzollern mit der Mark Brandenburg belehnte, begann die Herrschaftsgeschichte einer Dynastie, die bis 1918 die Geschicke Brandenburgs, Preußens und schließlich die des Deutschen Kaiserreichs bestimmte.

Die Anfänge des Christentums in der Region dürften indes ziemlich ruppig gewesen sein. Kam doch erst das Schwert und dann die Bibel. Erst schlugen die Markgrafen auf die Slawen ein. Danach wurden sie der kirchlichen Nachsorge überantwortet, die wiederum in Zuständigkeit der Brandenburger Bischöfe fiel. Diese Kooperation sollte sich bewähren, auch wenn die einen wie die anderen bei der Wahl ihrer Mittel wenig wählerisch waren.

Die Markgrafen residierten in Spandau, Tangermünde und später in Berlin. Die „Brandenburg“ hatten sie bereits 1237 dem Bischof und seinem Domkapitel überlassen. Dass die Markgrafen den Titel „Brandenburg“ weiter führten, bestätigte gleichwohl die Bedeutung des Ortes, der dem Land zu seinem Namen verhalf. Zugleich hieß das für die Brandenburger Bischöfe, dass ihr Gotteshaus die Haupt- und Mutterkirche im Märkischen wurde – und blieb.

Die Markgrafen erweiterten ihre Territorien im 13. Jahrhundert gegen viele Rivalen bis weit über die Oder hinaus. Davon sollten die Hohenzollern profitieren: Friedrich I. schaffte den Karrieresprung ins Kurfürstenkollegium. Die Kurfürsten wurden 1701 Könige, 1871 Kaiser, aus Brandenburg wurde Brandenburg-Preußen und Brandenburg-Preußen am Ende die Nummer eins im Deutschen Reich. Dieser Aufstieg hat am Brandenburger Dom kaum Spuren hinterlassen, sondern ist mit dem Dom in Berlin erst vor gut 100 Jahren pompöse Kolossalarchitektur geworden.

Ganz anders der altehrwürdige Dom in Brandenburg. Besucher, die den Burghof betreten, mögen zunächst ernüchtert sein. Die Westfassade ist offensichtlich unfertig, lediglich der nördliche Turm ausgeführt. Im Inneren aber kommt man unausweichlich ins Staunen: Wir schauen in eine imposante dreischiffige Basilika mit Hochchor. Trotz der gotischen Einwölbung ist die ursprüngliche romanische Anlage deutlich erkennbar. Die Krypta unter dem Chor ist mit Sandsteinkapitellen ausgestattet, die es in vergleichbarer Qualität nirgends sonst im Land Brandenburg gibt. Kurzum, der Dom ist einer der frühesten Backstein- und zugleich einer der bedeutendsten Kirchenbauten Nordostdeutschlands. Und die Hohenzollern hielten trotz Berlin und Potsdam diesem Dom immer die Treue.

Kurfürst Friedrich I. machte gleich den Anfang und kümmerte sich um die Verschönerung der Kathedrale. 1426 genehmigte er die Mittel für die Erhöhung des Langhauses und dessen Einwölbung. Umgestaltet wurde immer wieder. Nach der Reformation zum Beispiel, um den Bedürfnissen des protestantischen Gottesdienstes gerecht zu werden: 1648 wurde in der Regierungszeit des „Großen Kurfürsten“ Friedrich Wilhelm eine breite Treppe vom Langhaus hinauf zum Chor eingebaut, 1723 verschwanden die mittelalterlichen Altäre aus den Dom, dafür aber wurde von Joachim Wagner eine neue Orgel geliefert.

Apropos, Reformation. Mit der hatten sich die Domherren 1544 abfinden müssen. Das Domstift aber existierte weiter. Seither jedoch so abhängig von der Krone, dass König Friedrich Wilhelm IV. 1848 die Verlegung der Preußischen Nationalversammlung in den Brandenburger Dom verfügen konnte, um allzu demokratisch gesinnte Abgeordnete fernzuhalten. Der Plan erwies sich übrigens als Pleite.

Der schlechte Baugrund und die schweren Mauern vertrugen sich schlecht, immer gab es Schäden und Reparaturen. 1834 begann eine aufwendige Generalinstandsetzung.

Kein Geringerer als Karl Friedrich Schinkel war als Berater dabei, als die Fundamente des Chores ertüchtigt, Zuganker im Mittelschiff montiert, Teile des Querhauses neu ausgeführt wurden. Schinkel und der Hohenzoller Friedrich Wilhelm III. begriffen den Dom als ein für das Werden Brandenburgs markantes Denkmal.

Dies gilt auch für die „wohlregulierte Ritterschule“ die 1705 in der ehemaligen Klausur neben dem Dom den Betrieb aufnahm. Dort wollten Besitzer der mittelmärkischen Rittergüter ihre Söhne für den Staatsdienst vorbereitet wissen. Bürgerliche konnten sich den Zutritt erst 1845 erstreiten. Heute wird diese Schultradition im Domareal fortgesetzt. Pädagogisch und didaktisch zeitgemäß, versteht sich.

Der Dom überstand den Abgang der Hohenzollern 1918. Er behauptete sich in der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus, in der DDR – und konnte im wiedervereinigten Deutschland erneut vorm Einsturz bewahrt werden. Das für das 850-Jahr-Jubiläum gewählte Motto mag paradox klingen, trifft es aber genau: „Beständig neu“. Der alte Dom war immer so jung wie die Menschen, die an ihm bauten, in ihm beteten, sangen, lernten, Politik machten. Daran hat sich nichts geändert.

Von Hartmut Dorgerloh

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