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Die große Lust am Rollenspiel

Drittes Stück des Brandenburger Amateurtheaters Die große Lust am Rollenspiel

Das Brandenburger Amateurtheater bereitet derzeit sein drittes Stück vor. Mit „Der Damenclub von Marquis Crossing und sein erster Mordversuch“ kommt am 24. September eine US-amerikanische Kriminalkomödie auf die Studiobühne. Neugierige schauen bei den öffentlichen Proben am 17. Juni und 6. Juli vorbei.

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Absprache: Regisseurin Heike Katzwinkel (links) geht mit den Schauspielern die Szene durch, damit sie auch wirklich sitzt.

Quelle: H. Hesse

Brandenburg an der Havel. Es ist gar nicht so einfach, sich zwischen zwei Damen zu setzen. Martin Kendzia alias Sergeant Kerns muss einige Male von einer Seite des Sofas auf die andere schreiten, irritiert schauen und schließlich Platz nehmen, ehe Regisseurin Heike Katz winkel zufrieden ist. Sie nimmt es sehr genau, nichts bleibt dem Zufall überlassen, jeder Schritt, jede Betonung, jede Geste muss sitzen.

Das „Amateurtheater für Erwachsene am Brandenburger Theater“ (so heißt das Ensemble in voller Länge) probt sein drittes Stück. Mit „Der Damenclub von Marquis Crossing und sein erster Mordversuch“ kommt am 24. September eine US-amerikanische Kriminalkomödie auf die Studiobühne. Neugierige schauen bei den öffentlichen Proben am 17. Juni und 6. Juli vorbei.

Nach dem Erfolg des Jugendtheaters unter Christiane Ziehl wollte das Brandenburger Theater auch Erwachsenen die Chance geben, die Liebe zum Rollenspiel auf einer professionellen Bühne zeigen zu können. „Wofür wir auch sehr dankbar sind“, sagt Petra Görlich. Sie gehörte der Gruppe an, die unter dem Dach eines kleinen Vereins in Brandenburg dem Laienspiel gefrönt hatten.

„Wir mussten uns um alles selbst kümmern“, erinnert sie sich. Beim Amateurtheater stellt der kommunale Schauspielbetrieb die Räume, die Technik und nicht zuletzt eine ausgewiesene Spielleiterin. Die Laien bringen nur sich selbst und ihre große Lust am Spielen mit.

Dritte Produktion

Das „Amateurtheater für Erwachsene am Brandenburger Theater“ hat sich im Mai 2011 gegründet.
Das Ensemble brachte mit „Feiertagstraum vor dem Essen“ am 9. Februar 2013 seine erste und mit der „Weibervolksversammlung“ am 22. März 2014 seine zweite Produktion auf der Studiobühne heraus.
Der Gruppe gehören Laiendarsteller der unterschiedlichsten Berufsgruppen im Alter von 25 bis 66 Jahren an. In der neuen Produktion spielen Anne Jonas, Petra Görlich, Birgit Lubitz, Ramona Schünke, Leona Henß, Thomas Leopold, Miguel Francisco Bata und Martin Kendzia mit.
Regisseurin Heike Katzwinkel ist von Hause aus Schauspielerin. Sie studierte in Berlin und spielte in Görlitz-Zittau, Brandenburg, Schwedt und Stendal unter anderem Rollen von Shakespeare, Schiller und Tschechow.
Für die Ausstattung benötigt die Gruppe noch einen perserartigen Teppich mit den Maßen 3,50 mal 4 Meter – als kostenlose Leihgabe.
Die Premiere ist am 24. September. Bis Januar laufen fünf weitere Aufführungen.
Die öffentlichen Proben beginnen am 17. Juni und 6. Juli um 19 Uhr in der Studiobühne.

Gleichwohl steckt viel Arbeit dahinter. Heike Katzwinkel verlangt nicht wenig von den acht Mimen des neuen Stückes. Zweimal in der Woche müssen sie ab 19 Uhr zur Probe, und die kann sich drei, vier Stunden hinziehen. „Manchmal kommt man schon an seine Grenzen“, sagt Thomas Leopold. Seit Gründung des Ensembles im Jahre 2011 gehört er dazu. „Aber es lohnt sich.“ Vier der acht Darsteller sind zum ersten Mal dabei.

Das Stück aus der Feder von Pat Cock ist augenscheinlich beliebt bei Amateurtheatergruppen. Der Blick ins Internet zeigt, dass es landauf, landab auf den Spielplänen steht. Fünf Damen wollen Theater spielen und machen sich daran, ein Stück zu schreiben. Ein Krimi soll es werden.

Derweil sie darüber nachdenken, wie man am besten jemanden umbringt und wer das geeignete Opfer ist, schleichen sich zwei dubiose Gestalten in das Haus der gastgebenden Dame. Nach und nach holen die Frauen die Männer in das Stück hinein. Und weil es schon ein wenig turbulent zugehen soll, darf die Ordnung auf zwei Beinen nicht fehlen, hier in Gestalt eines braven Polizisten.

Mit den öffentlichen Proben möchte Heike Katzwinkel das Ensemble bekannter machen. „Die Leute sollen einen Eindruck bekommen.“ Nicht allein vom Stück. Auch die Gruppe könne getrost noch wachsen. Wie in jedem Verein gibt es Fluktuation und braucht auch man neue Ideen.

Von Heiko Hesse

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