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Kultur Dilemma einer Seglerin
Nachrichten Kultur Dilemma einer Seglerin
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22:26 21.02.2018
Rike (Susanne Wolff) auf ihrem Segeltörn ins Paradies. Quelle: Benedict Neuenfels
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Berlin

Notärztin Rike (Susanne Wolff) nimmt sich eine Auszeit. Auf ihrem zwölf Meter langen Segelboot sticht sie in Gibraltar in See, Ziel ist Ascension, eine Insel südlich von St. Helena. Darwin hatte dort einen legendären Dschungel angelegt, Rike wähnt sich auf dem Weg ins Paradies. Doch daraus wird nichts. Ihre Reise wird jäh unterbrochen, als sie auf ein zu sinken drohendes völlig überfülltes Schiff trifft. Es sind afrikanische Flüchtlinge, die verzweifelt winken oder ins Meer springen, um ihr Boot zu erreichen. Ein Junge schafft es zu ihr, aber mehr kann Rike nicht aufnehmen, ohne sich in Gefahr zu bringen. Rike reagiert noch sehr professionell, ruft die Küstenwache, funkt vorbeifahrende Schiffe an. Doch die lehnen ab. Sie dürfen keine Flüchtlinge aufnehmen. Auch die Küstenwache lässt auf sich warten. Rike steckt in einem Dilemma. Der Junge ist verzweifelt, seine Schwester befindet sich noch auf dem Boot. Was tun?

Der Film „Styx“, benannt nach dem Fluss des Todes, ist ein erschütterndes Kammerspiel mit einer grandiosen Susanne Wolff, die ohne Probleme den ganzen Film trägt. Der österreichische Regisseur Wolfgang Fischer hat sieben Jahre lang an seinem Film gearbeitet. „Und seitdem hat sich nichts an der Situation geändert“, sagt er.

„Styx“ läuft noch einmal am 25. Februar, 21.30 Uhr, Zoo Palast

Von Claudia Palma

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