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Kultur Tatort-Kommissar als König
Nachrichten Kultur Tatort-Kommissar als König
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00:30 19.06.2015
Miroslav Nemec (l.) und Max Befort mit persischen Windhunden am Belvedere. Quelle: fotos: Bernd Gartenschläger
Nauener Vorstadt

Kommissar als König: Miroslav Nemec (60), vielen Krimifans als temperamentvoller Münchener „Tatort“-Ermittler Ivo Batić bekannt, steht dieser Tage in Potsdam für die Märchenverfilmung „Der Prinz im Bärenfell“ vor der Kamera. Und fühlt sich wohl in seiner Rolle: „König ist man sofort, wenn man ins Kostüm steigt – und wenn die Kollegen beginnen, sich freiwillig zu verbeugen.“

Bevor die nächste Klappe am malerischen Belvedere auf dem Pfingstberg fällt, verriet der im ehemaligen Jugoslawien aufgewachsene Nemec beim gestrigen Settermin, dass er Kind ja lieber „Partisanenfilme“ gesehen habe als Märchen verschlungen. Dank seiner Töchter (16 und 3 Jahre) hat der Schauspieler doch noch eine gewisse Märchenleidenschaft entwickelt. Der Kleinen lese er auf Kroatisch vor, aber eher ungern die „blutrünstigen“ Klassiker der germanischen Gebrüder Grimm. Da gefällt dem Charmeur mit der rauchigen Stimmfarbe „Der Prinz im Bärenfell“ – vergleichbar mit dem französischen Volksmärchen „Die Schöne und das Biest“ – ungleich besser. Lustig und schön sei es, „und am Ende siegt die Liebe – wie im wahren Leben“.

In Potsdam dreht der Schauspieler zum ersten Mal. „Aber ich war hier schon öfter – wunderschön, diese Schlossanlagen. Und viele Kollegen wohnen in Potsdam“, plauderte Nemec drauf los. „Ich gelte ja als gewisse Kulturbremse. Bin ich neu in einer Stadt, geht’s erstmal ins nächste Gasthaus. Trinken, essen, gucken – und dann laufe ich los“, erzählte der Fernsehstar. „Noch besser ist es aber, mit dem Radl eine Stadt zu erkunden. Zu Fuß wird man erkannt, angesprochen und sagt dann auch was, vom Rad aus reicht es zu winken.“

Von derartigen Begleiterscheinungen des Promidaseins darf Mira Elisa Goeres (23) vorerst nur träumen. Für die Jungschauspielerin ist es die erste Fernsehhauptrolle nach Abschluss ihres Studiums an der Filmuniversität „Konrad Wolf“. An ihrer Rolle der schönen Elise, die bald merkt, dass im Bärenfell ein schmucker Prinz steckt, mag sie die Kombination aus „Mut und Gutherzigkeit“. Überhaupt, Märchen! „Ich bin totaler Fan, meine Mutter hat mir immer vorgelesen.“

Dazu passt ja bestens Bodo Fürneisens These, dass „ohne Märchen doch niemand groß wird“. Seit 2008 hat der Regisseur bereits fünf Märchen für die ARD-Reihe „Sechs auf einen Streich“ gedreht. „Märchen lassen uns aus der Realität ausbrechen und die Phantasie schweifen – und das Gute siegt am Ende, das ist doch schön“, begründete Fürneisen seine Leidenschaft. Der Filmuni-Professor im Studiengang Schauspiel, hält große Stücke auf seine ehemalige Elevin Mira Elisa Goeres. „Schon bei der Aufnahmeprüfung war klar, dass sie hochsensibel ist, sich sofort auf Regie-Anweisungen einstellen kann. Und Mira hat ein Kamera-Gesicht! Die Kamera liebt sie“, schwärmt Fürneisen. „Ich bin sehr glücklich mit dieser Besetzung.“ Und die zarte Aktrice mit dem katzenhaften Blick wiederum freut sich über die „schöne Wertschätzung“ ihres Mentors: „Dafür bin ich sehr dankbar.“

Lob gibt’s von Fürneisen auch für das Belvedere – „wunderbar, noch nicht so abgefilmt“. Für „Der Prinz im Bärenfell“ wurde ein Schloss mit Wandelgang und Teich gesucht: „Der König mag sich sein Essen gern angeln“, erzählte RBB-Redakteurin Anke Sperl, die mit Kollegin Sabine Preuschof betraut ist mit den Märchenverfilmungen. Die Askania Media produziert unter Federführung von RBB und SR. Seit dem 2. Juni dreht das Team, hat schon Motive im Spreewald und im Stadtbad Neukölln im Kasten. Die letzte Klappe fällt am 23. Juni. Um die Weihnachtszeit herum gibt es sechs neue ARD-Märchen aus Reihe „Sechs auf einen Streich“: „Die Salzprinzessin“, „Nussknacker und Mausekönig“, „Prinzessin Maleen“, „Hans im Glück“, „Schlaraffenland“.

Von Ricarda Nowak

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