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Kultur Dresen dreht Bestseller ab
Nachrichten Kultur Dresen dreht Bestseller ab
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20:01 05.02.2014
„Als wir träumten“: Andreas Dresen mit Darstellern. Quelle: Hartwig
Potsdam

Andreas Dresen ganz wild: Der mit Preisen überhäufte Potsdamer Regisseur hat Clemens Meyers Debüt „Als wir träumten“ verfilmt. Der 2006 erschienene Bestsellerroman handelt von einer rebellischen Jungsclique im Leipzig der Nachwendezeit, deren Leben aus Saufen, Klauen, Prügeln besteht. Zurzeit befindet sich Dresen mit seinem Film im Schnitt, erzählte Produktionsleiter Peter Hartwig am Mittwoch. Gedreht wurde „Als wir träumten“ von Ende Oktober bis Mitte Dezember in Leipzig, Halle, Dessau und Dresden.

Bekanntester unter den Gang-Darstellern ist der Schweizer Joel Basman. Der zarte 24-Jährige mit dem Unschuldsgesicht war unter anderem schon in der internationalen Studio-Babelsberg-Koproduktion „Wer ist Hanna?“ zu sehen, im Knastdrama „Picco“ sowie im ZDF-Weltkriegsmehrteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“. Der fernseherfahrene Merlin Rose („Die Stein“) verkörpert den Ich-Erzähler Dani. In weiteren Hauptrollen spielen Julius Nitschkoff („Komasaufen“), Theatermime Marcel Heupermann, Ruby O. Fee („Bibi & Tina“) und Frederic Haselon, der sein Spielfilmdebüt gibt. Die Besetzungsliste führt außerdem den stets eindrucksvoll agierenden Gerdy Zint („Kriegerin“) auf. Sogar Autor Clemens Meyer, Jahrgang 1977, durfte in einer Mini-Rolle mitwirken: als Polizist.

Ob Meyers Szene dann im fertiggestellten Film tatsächlich auftaucht, bleibt vorerst Dresens Geheimnis. Denn nicht nur der Regisseur hüllt sich in Schweigen über sein mit Spannung erwartetes neuestes Kinowerk. „Wir wollen jetzt erst mal in Ruhe arbeiten“, begründete Produzent Peter Rommel am Mittwoch die mangelnde Auskunftsfreude. Bekannt ist jedoch, dass Dresen bei „Als wir träumten“ wieder mit seinem kongenialen Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase zusammen arbeitete. Das Duo überzeugte bereits bei der Tragikomödie „Sommer vorm Balkon“ (2005) und bei dem Film-im-Film „Whisky mit Wodka“ (2009).

Auch die Förderinstitutionen wollen mitträumen: 600.000 Euro gab es von der in Leipzig ansässigen Mitteldeutschen Medienförderung, eine halbe Million Euro vom Medienboard Berlin-Brandenburg. Weitere 300.000 Euro spendierte die Filmförderungsanstalt der Literaturadaption, die von Rommel Film produziert wird. Die ARD, der deutsch-französische Kulturkanal Arte sowie die Länderanstalten RBB, MDR und Bayerischer Rundfunk sind als Koproduzenten beteiligt. Wann „Als wir träumten“ ins Kino kommt, wollte Rommel, der einige Dresen-Hits sowie David Wnendts Bestselleradaption „Feuchtgebiete“ produzierte, noch nicht verraten.

Von Ricarda Nowak

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