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E.T. trifft Batman in Potsdam

Benefizkonzert im Potsdamer Nikolaisaal E.T. trifft Batman in Potsdam

Die Lage der Menschen im Bürgerkriegsland Syrien wird immer dramatischer.Die Musiker des Philharmonischen Orchesters Cottbus haben sich daher bereit erklärt, bei dem Konzert zugunsten syrischer Kriegsflüchtlinge auf ihre Gage zu verzichten. Unter der Leitung des amerikanischen Chefdirigenten, Evan Christ, entführt das Orchester sein Publikum mit legendären Filmmusik-Hits in die Welt der bewegten Bilder.

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Dirigent Evan Christ (44) bei der Arbeit.

Quelle: H.L. Böhme

Potsdam. Der amerikanische Chefdirigent Evan Christ spielt mit seinem Orchester Filmmusik-Hits im Potsdamer Nikolaisaal.

MAZ: Herr Christ, wie ist die Idee entstanden, für syrische Flüchtlinge ein Benefizkonzert zu geben?

Evan Christ: Der Vizepräsident des Brandenburger Landtags, Dieter Dombrowski, hat unser Orchester angesprochen und mit den Musikern die Idee entwickelt. Er beschäftigt sich viel mit Flüchtlingsfragen und möchte bei uns eine Willkommenskultur entwickeln. Und mit Musik und Kultur die Flüchtlinge bei uns zu begrüßen, ist doch eine schöne Sache.

Und die Musiker des Staatsorchesters mussten nicht lange überredet werden mitzumachen?

Christ: Nein! Das Orchester war sofort dabei, alle 75 Musiker verzichten auf ihre Gagen. Sonst würde es auch nicht funktionieren. Das Konzert ist schon mit Aufwand verbunden, schließlich müssen wir nach Potsdam fahren.

Was werden Sie spielen?

Christ: An dem Abend im Nikolaisaal wollen wir ausdrücklich nicht an den Krieg erinnern, sondern ein unterhaltsames Programm bieten. Wir spielen zum Beispiel Musik aus den Filmen „Batman“, „Harry Potter“, „E.T.“ oder „Jurassic Park“. In Cottbus haben wir auch schon mehrmals Filmmusiken gespielt und dem Publikum hat das sehr gefallen.

Sie spielen auch Musik aus Filmen, in denen es um Krieg geht.

Christ: Das ist richtig. Wir spielen Musik aus „Gladiator“ oder „Krieg der Sterne“, Filme, in denen Krieg eine große Rolle spielt. Wir hatten zunächst überlegt, die Kompositionen wegzulassen, aber uns dagegen entschieden. Das ist schließlich Hollywood, wir müssen das trennen von der Realität. Uns geht es – wie gesagt – um einen unterhaltsamen Abend.

Wem kommen die Einnahmen des Konzerts zugute?

Christ: Der Erlös geht an die Katholische Gemeinde St. Laurentius in Berlin-Mitte. Diese Gemeinde betreut seit vier Jahren syrische Bürgerkriegsflüchtlinge im In- und Ausland.

Was genau passiert mit dem Geld?

Christ: Konkret fließen die Einnahmen in Arzneimittel und ärztliche Behandlungen. Außerdem sollen damit auch Flugkosten nach Deutschland für Familien bestritten werden. Und wenn die Flüchtlinge bei uns angekommen sind, brauchen sie eine Erstausstattung. Auch dafür soll gesorgt werden.

Macht die Politik genug für die Flüchtlinge?

Christ: Nein, man kann natürlich immer mehr machen. Aber ich finde, dass Deutschland eine führende Nation ist, was Toleranz angeht. Und wir sollten das weiter ausbauen und unterstützen. Und wir versuchen das mit unserer Musik.

E.T. trifft Batman: Legendäre Filmmusik-Hits. Am Freitag, 10. Juli, um 19 Uhr, Nikolaisaal, Karten unter 0331/2840 284 und www.ticketeria.de

Von Claudia Palma

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