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Kultur ESC-Nachlese: Von "Heroes" und "Zeroes"
Nachrichten Kultur ESC-Nachlese: Von "Heroes" und "Zeroes"
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08:16 29.05.2015
Måns Zelmerlöw holt den ESC nach Schweden. Quelle: Julian Stratenschulte
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Berlin

Auch eine Woche nach dem ESC-Finale stehen noch einige Fragen im Raum. Ein Überblick:

Warum gibt es um den Sieger in diesem Jahr eine Diskussion?

Erstmals seit 2009, seit es das Verfahren gibt, dass sich das Ergebnis je zur Hälfte aus Zuschauerabstimmung und Jury-Votum errechnet, war es laut "eurovision.de" so, dass die getrennten Ergebnisse nicht den gleichen Sieger hervorbrachten. Hätten nur die Zuschauer das Sagen gehabt, hätte Italien mit "Grande Amore" von Il Volo gewonnen. Diese Tatsache nimmt dem strahlenden Sieger aus Schweden, Måns Zelmerlöw ("Heroes"), ein bisschen von seinem Nimbus.

Was macht jetzt Ann Sophie?

Die deutsche Verliererin, die null Punkte holte, machte aus "Heroes" einfach "Zeroes". Sie zeigte im Netz ein Video, indem sie den Siegersong augenzwinkernd kurz coverte: "We Are The Zeroes Of Our Time". In NDR-Radiointerviews erzählte sie, bald ein Musikvideo für ihren Beitrag "Black Smoke" zu drehen und eine kleine Tour zu planen. Außerdem wolle sie weiter an einem Kinderbuch arbeiten. Klare Ansage außerdem: "Ich bin lieber Letzte, als einen Trostpunkt zu haben."

War Ann Sophie jetzt Platz 26 oder 27 im Finale?

Gibt es zwei letzte Plätze, wenn zwei Länder (Österreich und Deutschland) null Punkte holen? Um diese Frage gab es zunächst etwas Verwirrung. Die Antwort bei "eurovision.de" lautete dann im Laufe der Woche: "Wie nun feststeht, landet Ann Sophie trotz Gleichstands mit The Makemakes im Endranking auf Platz 27. Die Regel der verantwortlichen European Broadcasting Union (EBU) besagt, dass bei Punktegleichheit der Teilnehmer vorne liegt, der einen früheren Startplatz hat. Damit liegen The Makemakes auf Platz 26, da sie auf Startplatz 14 aufgetreten sind. Ann Sophie hatte Startplatz 17."

Wo geht der ESC 2016 über die Bühne?

In Schweden hat eine Arbeitsgruppe beim Fernsehsender SVT schon mit den Vorbereitungen begonnen. Nur wenige Wochen haben Städte und Arenen Zeit, dem Sender ihr Angebot zu präsentieren. Noch im Sommer wollen sich die Verantwortlichen dann für einen Austragungsort im Mai 2016 entscheiden. Schweden hat bereits zum sechsten Mal gewonnen. Nach dem Abba-Sieg fand der ESC 1975 in der Hauptstadt Stockholm statt, danach in Göteborg (1985), Malmö (1992), Stockholm (2000) und wieder Malmö (2013). Mutmaßlich wäre jetzt also wieder Göteborg dran?

Und was macht Conchita Wurst?

Der Vorjahressiegerin Conchita war es gar nicht wurst, dass der ORF bei der Übertragung Werbung zeigte, als sie neue Lieder sang. "Das wäre so, als ob man während des Elfmeterschießens um den WM-Titel einen Werbeblock sendet", ärgerte sich ihr Manager Rene Berto. "Damit präsentiert sich der ORF wieder einmal als Mischung aus russischem Staatsfernsehen und deutschen Privatsendern und zeigt, dass ihm der öffentlich-rechtliche Auftrag zur Unterstützung und Förderung heimischer Popmusik kein wirkliches Anliegen ist."

dpa

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