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Egon Günther 90-jährig in Potsdam gestorben

Filmregisseur und Schriftsteller Egon Günther 90-jährig in Potsdam gestorben

Wie der Aufbau Verlag mitteilte, starb der Regisseur, Schauspieler und Autor am Donnerstag nach langer Krankheit in der Landeshauptstadt. Egon Günther war der vielleicht radikalste, experimentierfreudigste Filmregisseur der DDR, wie die MAZ erst im Frühjahr zum 90. Geburtstag schrieb.

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Egon Günther im Mai 2005

Quelle: Joachim Liebe

Potsdam. Der Filmregisseur und Schriftsteller Egon Günther ist tot. Er starb am Donnerstag in Potsdam nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 90 Jahren, wie der Aufbau Verlag unter Berufung auf die Familie mitteilte. Günther wurde in Schneeberg im Erzgebirge geboren und mit Verfilmungen wie „Lotte in Weimar“ oder „Der Dritte“ bekannt. Nach Auseinandersetzungen mit der DDR-Führung arbeitete er ab Ende der 1970er Jahre im Westen.

Der vielleicht experimentierfreudigste Regisseur der DDR

Günther war im Frühjahr 90 Jahre alt geworden. Egon Günther war der wohl radikalste, experimentierfreudigste Filmregisseur der DDR, schrieb die MAZ zu diesem Jubiläum. Die Defa-Stiftung, die das DDR-Filmerbe erhält und pflegt, hat Günthers Lebensweg lakonisch so zusammengefasst: Er war „Schlosser, Lehrer, Lektor, Lyriker, Romancier, Drehbuchautor, Regisseur und Professor“.

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Er war „Schlosser, Lehrer, Lektor, Lyriker, Romancier, Drehbuchautor, Regisseur und Professor“. So fasst die Defa-Stiftung Egon Günthers Lebensweg zusammen. Am Donnerstag starb der Regisseur, Schauspieler und Autor im Alter von 90 Jahren nach langer Krankheit in Potsdam.

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Potsdams OB Jann Jakobs: „Potsdam trauert.“

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs hat die Nachricht vom Tode Egon Günthers während seines Urlaubs erhalten und lässt mitteilen: „Potsdam trauert. Einer der ganz Großen des Deutschen Kinos ist heute von uns gegangen. Auch ich persönlich empfinde Egon Günthers Tod als großen Verlust. Noch Ende März hatte ich ihm zum 90. Geburtstag gratuliert.“ Es sei ein trauriger Tag für die Landeshauptstadt, für das deutsche Kino und für all die Menschen, die mit seinen wunderbaren Filmen aufgewachsen sind. „Sein Platz ist und bleibt in unseren Herzen“, so Jakobs weiter.

1990 zurück nach Babelsberg, 2011 Eintrag ins Goldene Buch der Stadt

Als Egon Günthers Film „Ursula“ 1978 scharf kritisiert wurde, trat er aus dem Verband der Filmschaffenden der DDR aus, verließ das Land und arbeitete danach für westdeutschen Film- und Fernsehproduktionen. 1990 kehrte Günther nach Babelsberg zurück – als Regisseur, Autor und Hochschullehrer. Seinen Wohnsitz nahm Egon Günther im Potsdamer Ortsteil Groß Glienicke. 2011 ehrte ihn die Stadt Potsdam mit einer Eintragung in ihr Goldenes Buch. Zu Günthers bekanntesten Filmen zählen „Lotte in Weimar“ und „Die Leiden des jungen Werthers“, als seine stärksten Arbeiten gelten „Der Dritte“ und „Die Schlüssel“.

Von MAZonline mit dpa

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