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Kultur Barberini-Museum – eine Erfolgsgeschichte
Nachrichten Kultur Barberini-Museum – eine Erfolgsgeschichte
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10:09 20.01.2018
Das Museum Barberini in Potsdam ist ein Zuschauermagnet. Quelle: Bernd Settnik
Potsdam

Das Potsdamer Museum Barberini wurde Ende Januar 2017 eröffnet. Software-Milliardär Hasso Plattner hatte es gestiftet, er ist selbst Kunstsammler. Das Museum Barberini entstand in einem wiederaufgebauten Palais aus dem 18. Jahrhundert, in unmittelbarer Nähe des einstigen Stadtschlosses, heute Sitz des Landtages. Das Äußere des Museums wurde nach dem historischen Vorbild gestaltet, im Inneren gibt es eine hochmoderne Ausstattung.

Das Museum Barberini hat am 23. Januar 2017 seine Türen für die Öffentlichkeit geöffnet – und die Erwartung bisher voll übertroffen. Ein kurzer Rückblick in Bildern.

Die erste Ausstellung widmete sich den französischen Impressionisten – und wurde zum Mega-Erfolg. Mehr als 320 000 Besucher kamen, um die Werke von Claude Monet (1840-1926), August Renoir (1841-1919), Alfred Sisley (1839-1899) oder Camille Pissarro (1830-1903) zu sehen.

Zustrom ebbt nicht ab

Bei der zweiten Ausstellung des Museums Barberini in Potsdam hat es zum Abschluss noch einmal viel Andrang gegeben. Am letzten Ausstellungstag aber auch in den Tagen davor habe es sehr viel Interesse für die Schau „Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne“ gegeben, teilte das Museum mit. Die Schau mit Werken von nordamerikanischen Künstlern vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die 1970er Jahre - darunter Mark Rothko und Jackson Pollock - hat seit Mitte Juni rund 140 000 Besucher anzog.

Nach Einschätzung der Barberini-Museumsdirektorin Ortrud Westheider zeigt die Resonanz auf die Ausstellung, dass Potsdam großes Potenzial als Standort für hochkarätige Kunst habe.

Die DDR lockt

Auch dritte Ausstellung mit Kunst aus der DDR hatte direkt einen guten Start hingelegt: In den ersten zehn Tagen waren bereits rund 14 000 Besucher zur Schau „Hinter der Maske. Künstler in der DDR“ gekommen. Gezeigt werden mehr als 100 Werke aus der Zeit des sozialistischen Deutschlands. Dabei stehen die Künstler und ihr Selbstverständnis im Mittelpunkt. Schwerpunkte sind Selbstporträts, Gruppenbildnisse und Atelierbilder. Daneben sind erstmals seit mehr als 20 Jahren auch 16 Werke aus der Galerie des Palasts der Republik zu sehen.

Ein Touristenmagnet

Mit mehr als einer halben Million Besuchern hatte das neue Potsdamer Museum Barberini bereits im ersten Jahr einen hohen Zulauf verzeichnet. Besonders erfreulich sei der große Zuspruch von Kunstinteressierten aus Berlin, sagte Direktorin Ortrud Westheider im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben aber auch viele Besucher aus anderen Bundesländern, die das Museum Barberini zum Anlass nehmen, Potsdam zu besuchen“, betonte Westheider. „Wir beobachten den neuen Trend, Potsdam als alleiniges Ziel einer Städtereise zu planen.“ Das Museum hatte die Besucherströme über eine repräsentative Umfrage erfasst.

Ein Ausblick

Das Potsdamer Museum Barberini zeigt seine nächste Ausstellung „Max Beckmann. Welttheater“ vom 24. Februar bis 10. Juni 2018. Das teilte das Museum gestern mit. Motive des Zurschaustellens prägten das Werk Max Beckmanns (1884–1950) seit den frühen 1920er-Jahren: Varieté- und Jahrmarktkünstler, Akrobaten, Clowns und Schauspieler. Beckmann sah diesen Themenkreis als Ausdruck des Welttheaters – eines scheinhaften Spiels, das auf eine dahinterliegende Macht verweist. Er gehört zu den bedeutendsten Malern der Klassischen Moderne. Viele seiner berühmten Triptychen hängen in Museen in den USA.

Ende Juni soll es dann eine Gerhard-Richter-Ausstellung geben. Sie werde sich zum ersten Mal dem Thema der Abstraktion in seinem Werk von den 1960er Jahren bis heute widmen. „Da können wir auch ganz neue Bilder von Richter zeigen. Wir sind gerade dabei, zusammen mit dem Künstler die Auswahl abzuschließen“, sagte die Direktorin.

Von MAZonline

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