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Kultur Ein Kindheitstraum geht in Erfüllung“
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18:17 25.03.2018
Regisseur Dennis Gansel Quelle: MAZ/ Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Regisseur Dennis Gansel,1973 in Hannover geboren, ist vor allem durch den Film „Die Welle“ (2008) bekannt geworden. Zuletzt entstand der Thriller „Die vierte Macht“ mit Moritz Bleibtreu und der amerikanische Actionfilm „Mechanic: Resurrecton“ mit Jason Stratham und Jessica Alba.

Herr Gansel, wann haben Sie zum ersten Mal von „Jim Knopf“ gehört?

Dennis Gansel: Ich habe als siebenjähriger das erste Mal „Jim Knopf“ auf Hörspielcassette gehört. Das war bei einem Freund und da wir immer nur einen Teil geschafft haben, dachte ich mir den Abschnitt der Geschichte der noch fehlte immer selbst weiter aus. Um dann beim nächsten Mal noch umso erstaunter angesichts der Fantasie von Michael Ende zu sein. Für mich war das als Kind eine grosse, berührende Abenteuergeschichte die mich extrem geprägt hat.

Was hat Sie so fasziniert, dass Sie noch als gestandener Regisseur unbedingt diesen Klassiker verfilmen wollten? Es gab doch die Augsburger Puppenkiste ...

Die Version der Augsburger Puppenkiste ist zauberhaft und in Ihrer Form absolut unübertroffen. Aber die von Ende erschaffenen Welten sind so groß, die schreien förmlich nach einer Realverfilmung. Für mich geht ein Kindheitstraum in Erfüllung, ich habe selten so viel Spass am Drehen gehabt. Und ganz ehrlich, wann kann man so ein tolles Epos in Deutschland schon mal in Angriff nehmen. Als Regisseur ist sowas ein feuchter Traum.

Warum hat es 15 Jahre gedauert – von der Idee bis zum Film?

Der Film war sehr teuer. 25 Millionen Euro. Das ist eine gewaltige Summe für einen deutschsprachigen Film und es hat einfach gedauert alle dafür wichtigen Partner zusammen zu kriegen. Allein die Computereffekte verschlingen 7,5 Millionen Euro, die Ausstattung 6,5 Millionen Euro. Alles muss man aufwändig herstellen und teilweise am Computer erstellen, wie die Drachenstadt, das zusammenstürzende Tal der Dämmerung und auch Lummerland. Zudem sind einige „Akteure“ wie Nepomuk oder Frau Mahlzahn komplett im Rechner entstanden. All das macht den speziellen Zauber der Geschichte aus, ist aber auch sehr kostenintensiv, vor allem wenn wir wie bei uns die beste Qualität wollen.

Ursprünglich planten Sie eine internationale Version des Stoffs. Was hat Sie umgestimmt?

Ähnlich wie es bei der „Unendlichen Geschichte“ gemacht wurde, war der Plan den Film auf englisch zu drehen. Wir lernten aber im Laufe der Vorbereitung dass „Jim Knopf“ im Ausland nicht annähernd so bekannt ist wie in Deutschland Es ist zwar in viele Länder und Sprachen übersetzt worden, hat aber schlicht nicht den „Kultcharakter“ wie bei uns. Das und die Tatsache, dass es einfach schöner ist diesen urdeutschen Stoff mit deutschen Schauspielern zu drehen, hat uns bewogen umzudenken. Über diese Entscheidung bin ich sehr glücklich.

Was war das Besondere am Dreh im Studio Babelsberg?

Für mich ist Babelsberg ein magischer Ort. Fritz Lang ist einer meiner Lieblingsregisseure und die Tatsache in der Marlene Dietrich Halle die „Mandala“ Szenen zu drehen, wo er auch schon „Metropolis“ gefilmt hat, war unglaublich. Zudem ist Babelsberg als Traditionsstudio ein wunderbarer Ort, um eine solche Produktion anzugehen. Die Ausstatter, Kulissenbauer, Schlosser und Studioleute arbeiten auf einem derart hohem Niveau, das von der Emma, zu Frau Mahlzahns Klassenzimmer bis zu Lummerland hin alles vor Ort entstehen und gedreht werden konnte. Und das Lummerland auch noch stehen blieb und nun Teil der Filmtour des Filmparks Babelsberg ist, erfüllt mich mit besonderem Stolz. So kann ich Freunden die mich in Berlin besuchen immer mein „Lummerland“ zeigen. Das ist toll!

Von Claudia Palma

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