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02:15 06.03.2017
Teamleiterin Aileen Babel und Betreuer Konrad Meyer in einem der neuen Zimmer des Clearinghauses für Flüchtlinge. Quelle: Foto: Josefine Kühnel
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Innenstadt

Sie mussten ihre Heimat verlassen, nun haben sie in der Landeshauptstadt ein Zuhause auf Zeit: Nach fünf Monaten andauernden Sanierungsarbeiten beziehen heute 15 Jungen zwischen 16 und 18 Jahren das Clearinghaus für unbegleitete junge Flüchtlinge in der Breiten Straße.

2015 kaufte die Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“ unter der Geschäftsleitung von Elke Krüger das Objekt und baute es zum Wohnhaus für die Flüchtlinge um. Der neue Mieter ist die Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher mbH (GFB), eine Tochtergesellschaft der Stiftung. Freitagmittag übergab Elke Krüger dem Geschäftsführer der GFB, Norbert Lekow, den symbolischen Schlüssel. „Die Flüchtlinge in die Stadtmitte zu holen, wo das Leben pulsiert – genau so soll Integrationsarbeit funktionieren“, lobte Sozialdezernent Mike Schubert (SPD) das gelungene Projekt.

Symbolische Schlüsselübergabe von Elke Krüger an Norbert Lekow. Mit dabei Sozialdezernent Mike Schubert (SPD). Quelle: MAZ/Josefine Kühnel

Etwa 750 000 Euro kostete der Umbau der ehemaligen Büroräume der Potsdamer Geschäftsstelle der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Die Bauleistungen beinhalteten den Einbau von drei Bädern und einer Küche für jede der drei Etagen und die Erneuerung der Elektrik. Darüber hinaus wurden Brandmeldeanlagen und eine Fluchttreppe als zweiter Rettungsweg eingebaut und die Flure sowie das Treppenhaus renoviert. Das denkmalgeschützte Haus bietet Platz für 27 Mädchen und Jungen, die in Ein- und Zweibettzimmern untergebracht werden.

Im Haus ist Platz für 27 Jugendliche. Sie werden in bunt eingerichteten Ein-und Zweibettzimmern untergebracht. Quelle: dpa-Zentralbild

„Die Jugendlichen freuen sich. Hier haben sie Privatsphäre, ganz anders als in der Notunterkunft in der Heinrich-Mann-Allee. Wir hoffen, dass sie durch das Gefühl eines sicheren Zuhauses zur Ruhe kommen können“, erklärt einer der Betreuer, Konrad Meyer. Planmäßig werden die jungen Flüchtlinge für maximal drei Monate aufgenommen. Das Ziel des Projekts ist es, die jungen Migranten auf ihr Leben in Deutschland vorzubereiten und sie an entsprechende Einrichtungen wie betreute Wohnheime und Schulen oder Ausbildungsstätten zu vermitteln.

Die Leiterin des Hauses, Ulrike Kallenbach (links) und Elke Krüger führten die Besucher durch das Haus Quelle: MAZ/Josefine Kühnel

Während ihres Aufenthalts bekommen sie intensiven Deutschunterricht und psychologische Betreuung. Letztere ist besonders wichtig, um Traumata und Heimweh zu verarbeiten. „Einige Jugendliche haben Schlafstörungen, weil sie sich den Kopf darüber zerbrechen, was mit ihren Familien passiert, ob sie überhaupt noch am Leben sind“, erklärt Aileen Babel, die Teamleiterin eines der insgesamt drei Betreuungsteams. Ein geregelter Tagesablauf und Aktivitäten wie das gemeinsame Zubereiten des Abendessens sollen ihnen helfen, sich schnell einzuleben. Die Reaktionen der Nachbarn sind durchweg positiv, wie Elke Krüger erfreut feststellte: „Die angrenzenden Ministerien und Stiftungen freuen sich, dass hier endlich Leben einkehrt und sind an einer Zusammenarbeit interessiert. Das Naturschutzministerium hatte sogar die Idee für das Anlegen eines gemeinsamen Hochbeets.“

Das Clearinghaus befindet sich in der Breite Straße 9 im Herzen Potsdams. Quelle: dpa-Zentralbild

Von Josefine Kühnel

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