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Ein tadelloses Vergnügen

MAZ-Konzerttipp Ein tadelloses Vergnügen

Im hohen Norden blühen nicht nur Eisblumen. Frontfrau Heidi Solheim stellte die Band Pristine auf die Beine. Die Norweger kommen schwer, hart und bluesy daher. Womöglich gibt es auch den einen oder anderen halluzinatorischen musikalischen Einfluss. Pristine hieven die Hammond-Orgel auf die Bühne, stöpseln die Gitarren ein und rocken los.

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Alles tanzt nach ihrer Pfeife: Heidi Solheim, die umwerfende Frontfrau von Pristine.

Quelle: Marius Fiskum

Potsdam. Von ferne hallt wie eine Erinnerung eine scharf geblasene Mundharmonika herüber, dann bollern Bass und Drums mit voller Wucht und die Stromgitarren lassen sich mit fetten Riffs nicht lange bitten. Die Szenerie allerdings wird beherrscht die überschwängliche Stimme von Heidi Solheim. Die rothaarige Vokal-Akrobatin duldet allenfalls muskulöse Mittäterschaft vom Rest der Band.

Pristine heißt diese und kommt aus dem hohen Norden. Aus Tromsö. Eine extreme Gegend. Dort, wo in der Winter fast ewig dauert, sich das tägliche Leben unter künstlicher Beleuchtung abspielt. „Reboot“ ist das dritte Album der sechsköpfigen Band. Alle Texte geschrieben von Heidi. Sie hält die Zügel straff in der Hand. Sie sagt, wann der wilde Galopp beginnt.

Heidi verschmäht nicht mal eine Zigarre

Heidi verschmäht nicht mal eine Zigarre.

Quelle: Yngve Olsen Sebbe

Wer herumsucht, findet auf der Platte manche Anspielungen auf die Ahnen von Blues-Rock und Psychedelia. Man könnte auch sagen, der Sechser agiert trefflich geschult an Led Zeppelin oder Grand Funk Railroad. Um nur mal zwei Referenzen anzubieten. Doch die wollüstige Arbeit an Hammond-Orgel und Keyboards geht zudem den einen oder anderen Schritt Richtung Progressive Rock. Heidi-Land ist Norwegen. Nun ist sie hier.

Zur musikalischen Trias dieses Abends gehören The Brew, ein Dreier aus Grimsby aus Nordostengland, der sich schwer an den Siebzigern berauscht, und Marius Tilly aus Deutschland.

Konzert: Sonnabend, 5. November, um 20 Uhr, Columbia-Theater, Berlin-Kreuzberg.

Von Ralf Thürsam

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