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Eine Trophäe geht an die Filmuni

Deutscher Nachwuchspreis First Steps Eine Trophäe geht an die Filmuni

Der Deutsche Nachwuchspreis First Steps ist am Montagabend verliehen worden. Über den Michael-Ballhaus-Preis für die beste Bildgestaltung darf sich Filmuni-Absolvent Johannes Waltermann freuen. Durch die Gala führte Regisseur Axel Ranisch – mit seiner Omi Ruth Bickelhaupt.

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Moderator Axel Ranisch und seine Omi Ruth Bickelhaupt.

Quelle: dpa

Berlin. Von der Flüchtlingskrise blieb auch der diesjährige Deutsche Filmnachwuchspreis First Steps nicht unberührt. Kurz vor Ende der Gala im Berliner Stage Theater am Montagabend appellierte Filmakademie-Präsidentin und Schauspielerin Iris Berben von der Bühne ins Publikum: Das herzliche Willkommen, mit dem Flüchtlinge an Bahnhöfen begrüßt werden, „muss sich nun im Alltag manifestieren“. Iris Berbens Motto: „Gesicht zeigen statt Fratze“.

Politisch, aktuell, relevant – das war dieser Jahrgang meist. First Steps kürt seit 2000 die besten Abschlüsse deutschsprachiger Filmschulen. 92 000 Euro Preisgelder galt es in sieben Kategorien zu verteilen. Bester Kurzfilm wurde der 25-Minüter „Sadakat“ des Regisseurs Ilker Catak. Der Deutsch-Türke verknüpft ein Emanzipationsdrama mit gesellschaftlichen Unruhen in der Türkei. Peter Levin (Filmakademie Ludwigsburg) spürt  in „Hinter dem Schneesturm“ der Lebensgeschichte seines Großvaters nach, der Wehrmachtssoldat in der Ukraine war. In der Königsklasse bester abendfüllender Spielfilm fiel die Wahl nicht auf das thrillerhafte Flüchtlingsdrama „After Spring Comes Fall“ von Filmuni-Absolvent Daniel Carsenty, sondern auf die Stalker-Love-Story „Ma Folie“ (Andrina Mracnikar, Filmakademie Wien). Carsentys Film über eine Syrerin, die nach Berlin flieht und vom syrischen Geheimdienst zur Kollaboration gezwungen wird, war dreimal nominiert: Die Team-Ehre rettete Filmuni-Absolvent Johannes Waltermann mit dem Michael-Ballhaus-Preis für die beste Kamera. Seit 2013 war die Potsdam-Babelsberger Filmuniversität „Konrad Wolf“ (zuvor Filmhochschule) jeweils nur in der Langfilm-Kategorie nominiert. Auf der kurzen und mittellangen Distanz schwächelt man, ebenso bei Animationen und Dokus. Gründe liegen im veränderten Ausbildungssystem, sagte Ex-Hochschulpräsident Dieter Wiedemann: „Der Kurzfilm wurde vernachlässigt.“

Dafür führte ein ehemaliger Zögling der Filmhochschule beschwingt durch die Gala: Regisseur, Autor und Schauspieler Axel Ranisch – unterstützt von seiner bezaubernden Omi Ruth Bickelhaupt (93) als Sidekick im Ohrensessel auf der Bühne. Herzig Christiane Pauls Laudatio auf „Kino King Knut“ Elstermann. „Er verschafft dem Filmnachwuchs dauerhaft Gehör. Wir haben Knut – das ist ein verdammtes Glück“. Der Radio-Eins-Moderator bekam den First-Steps-Ehrenpreis.

Von Ricarda Nowak

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