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Kultur Kracher vom Nikolaus
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22:29 06.12.2018
Draußen aus dem Walde kommen sie her: Subway To Sally. Quelle: Foto: Alexander Schlesier
Potsdam

Mit einem Nikolaus-Kracher weisen Subway To Sally schon mal auf ihr neues Album „HEY!“ hin. Als Vorbote für ihr bereits 13. Studio-Album veröffentlichen die Potsdamer – Spezialisten für Mittelalterliches und Metallisches – am Donnerstag die erste von drei geplanten Singles zum Langspieler. Die „Königin der Käfer“ greift nun nach den Menschen. Man darf sich schön gruseln. Denn die Visualisierung dieser dunklen Geschichte, in der auch erzählt wird, dass die Menschen ihre Liebe einst verschmähten, die kann sehen lassen. Das Video in Youtube zeigt eine blasse Königin, die durch fahle Palasträume irrt, von denen der Putz bröckelt. Ihre Tage sind gezählt. „Sie ist die Königin der Käfer, Blumen trägt sie heut im Haar, Schatten folgten ihr ins Dunkle, nichts ist mehr wie es gestern war.“

Mehr als vier Jahre haben sich Sänger Eric Fish und Co. Zeit gelassen und kündigen nun an, in eine neue Phase ihres Schaffens einzutreten. Mit düster-schweren Gedanken. Das spiegelt sich nicht zuletzt inhaltlich wieder: Die Songs reflektieren den Zustand „unserer Welt zwischen Konsumterror“ wie in „Messias“, Fanatismus und Untergangsszenarien („Bis die Welt auseinanderbricht“) so direkt, wie seit der Platte „Engelskrieger“ (2003) nicht mehr. Ein Weckruf soll „HEY!“ werden. Dafür, endlich aktiv zu werden, aber auch eine Aufforderung zum Tanz – mit verführerischer Drehleier- und Geigenmelodien.

Cover-Detail der ersten Single. Quelle: Promo

Subway To Sally – an Viola und Violine ersetzte Almut „Ally“ Storch vor zwei Jahren Silke Volland, besser bekannt als „Frau Schmidt“, – feiern das Leben im Angesicht der Apokalypse und sie feiern nicht allein: Als Gast sorgt Chris Harms (Lord Of The Lost) im Opener „Island“ für zusätzlichen Biss. Mit „Am tiefen See“ gelingt Syrah (QNTAL, Estampie) eine bewegende Fortsetzung zu „Die Rose im Wasser“, während Oomph!-Sänger Dero in „Selbstbetrug“ an der Entlarvung egozentrischer Siegertypen mitwirkt. Trotz aller Untergangsszenarien gibt es Raum für Träume, da ist sich das Septett sicher. Nur eines hat keine Chance: Weltflucht.

Im Moment bastelt die Band an ihrem Tourplan zum neuen Album. Es erscheint am 8. März. Zuvor kann man Subway To Sally bei der Eisheiligen Nacht 2018 erleben. Am 30. Dezember ab 19 Uhr in der Metropolishalle in Potsdam-Babelsberg. Mit Versengold, Russkaja und Paddy & The Rats. Es wird eisig.

Von Ralf Thürsam

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