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Es kriselt bei der Denkmalschutz-Stiftung

Personalie Es kriselt bei der Denkmalschutz-Stiftung

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz engagiert sich seit mehr als 30 Jahren für den Erhalt bedrohter Baudenkmale in Deutschland. Doch hinter den Kulissen kriselt es. Zwei von drei Vorstände sollen vom Stiftungsrat bereits am 24. Mai 2016 abberufen worden sein, was die Öffentlichkeit aber bisher nicht erfuhr.

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Wolfgang Illert.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Zwei von drei geschäftsführenden Vorständen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) sollen bereits am 24. Mai 2016 vom Stiftungsrat erfahren haben, dass die Stiftung ohne sie plant, heißt es aus gut informierten Kreisen.

Dr. Felix Breidenstein , verantwortlich für die Bewirtschaftung der stiftungseigenen Denkmale und Liegenschaften, wurde mit sofortiger Wirkung freigestellt. Dr. Wolfgang Illert , zuständig für die Denkmalförderung, soll nur noch bis November sein Amt bekleiden. Das heißt, sein Vertrag wird nicht verlängert. Die Personalie wurde bisher nicht nach außen kommuniziert. Die Pressestelle wollte den Vorgang bisher nicht bestätigen. Unangefochten im Amt bleibt Stephan Hansen, der neben der Spender-Betreuung auch die Unternehmenskommunikation verantwortet.

Die Turbulenzen könnten damit zusammenhängen, dass die Kapitalstöcke wegen der niedrigen Zinsen kaum noch Erträge abwerfen. Das Geschäftsergebnis der Tochtergesellschaft Brandenburgische Schlösser GmbH (BSG) scheint den Stiftungsrat nicht zufriedenzustellen. Als gemeinnützige Betriebsgesellschaft saniert, verwaltet und vermietet die BSG denkmalgeschützte Schlösser und Herrenhäuser im Land Brandenburg. Wolfgang Illert und Felix Breidenstein sind auch Geschäftsführer der BSG.

Im Eigentum der Deutschen Stiftung Denkmalschutz befindet sich auch das Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf , um dessen künftige Nutzung derzeit mit dem Land Brandenburg verhandelt wird. Die Arbeit des Görlitzer Waidhauses, eines internationalen Fortbildungszentrums für historische Handwerkstechniken in Sachsen, wurde vor wenigen Wochen einfach eingestellt.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat ihren Hauptsitz in Bonn und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck. Sie wurde 1985 gegründet und ist nach eigenen Angaben die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Rund 400 Projekte werden von der Stiftung jährlich gefördert, was mehr als 200 000 Förderern und Spendern zu verdanken ist. Das Eigenkapital der Stiftung wird mit 106 Millionen Euro beziffert, die Bilanzsumme der Stiftung wird mit 138 Millionen Euro (Aktiva und Passiva) ausgewiesen.

Von Karim Saab

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