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07:10 20.09.2016
Aus der Merseyside kommen die Slydigs – die Jungs verkörpern beste Brit-Rock-Tradition. Quelle: Promo
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Potsdam

Warrington liegt im Nordwesten Englands: Blättert man im Buch der Erinnerungen, dann stößt man rasch auf die wichtigen Söhne und Töchter der Stadt. Auf Sue Johnston oder Pete Postlethwaite – zwei Schauspieler, die in der britischen Bergarbeiter-Tragikomödie „Brassed Off - Mit Pauken und Trompeten“ dabei waren. Oder, weil schon zur Musik hinüber schwenken: Es findet sich ein gewisser Herr Ian Brown – der nicht eben unbekannte wie einflussreiche Sänger der Stone Roses.

Schwenk ins Hier und Jetzt: Die Slydigs stammen ebenfalls aus dem Ort der Merseyside, der so ziemlich exakt auf der Mitte zwischen Liverpool und Manchester liegt. Unzweifelhaft Städte mit hohem musikalischen Stellenwert. Die Slydigs spielen ruppigen vom Blues beeinflussten Rock ‚n’ Roll. Immer noch besser, als Stempeln gehen in einer Gegend, die als Wiege der Industrialisierung schlechthin gilt und deren Wandel für viele nur unter Schwierigkeiten verkraftbar ist.

Die Jungs haben alles, was nötig ist: Gitarren mit scharfer Kante, fette Bläser und maximales Mitsingpotenzial. Gleichermaßen lieben sie Rückkopplungen und akustische Ausflüge mit leichtem Country-Folk-Einschlag. Eine Verheißung ist diese Band. Bereits mit ihrem rigorosen Debüt lösten die Slydigs locker alle Versprechungen ein. Ihre Platte hieß übrigens „Never To be Tamed“. Der Vierer nicht zu zähmen. Er kratzt, beißt und faucht und wurde daher von The Who persönlich mehrfach zur Touren durch die USA und Großbritannien eingeladen. Schon ist der Kreis zu den Alt-Vorderen des Brit-Rock geschlossen. Punkt! Mit seinen Auftritten wird dieses Quartett sein Anhängerschar hierzulande vervielfachen. Yeah! Yeah! Und nochmals Yeah!

Konzert: Donnerstag, 22. September, 20 Uhr, Maze (Ex-Bang-Bang-Club), Berlin-Kreuzberg.

Von Ralf Thürsam

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