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Farin Urlaub beim Heimspiel in Berlin

Konzert in der Wuhlheide Farin Urlaub beim Heimspiel in Berlin

Farin Urlaub hat in den vergangenen Tagen vor allem eins: Richtig Ärger! Für seine offene Kritik an Rassisten und Pegida-Demonstranten erntete er einen Shitstorm von rechts. Doch beim Konzert in der Wuhlheide am Donnerstagabend feierten ihn die Menschen dafür. Eindrücke vom umjubelten Heimspiel des „Ärzte“-Sängers.

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Farin Urlaub.

Quelle: APA

Berlin. Wenn der Duden Bilder hätte, müsste zu dem Eintrag zu dem schönen Wörtchen „Globetrotter“ ein Foto von Farin Urlaub stehen. Der Musiker der Ärzte macht seinem Künstlernamen alle Ehre, verreist mehrere Monate im Jahr und veröffentlicht Bildbände von allen Kontinenten. Seine Heimatstadt Berlin konfrontierte er dagegen unlängst mit niederschmetternder Architektur-Kritik: „Der Potsdamer Platz ist ein Verbrechen“, sagte er.

In der Wuhlheide scheint sich der „Ärzte“-Sänger wohler zu fühlen. Sein Solo-Konzert am Donnerstagabend gerät zum umjubelten Heimspiel. Farin Urlaub und sein hauptsächlich weiblich besetztes Racing Team beginnen früh - noch vor 20 Uhr - und liefern Wohlfühlrock für den Spätsommer. Dass kein „Ärzte“-Song zu hören wäre, war klar, dass Farin Urlaub mittlerweile solch ein Solo-Hit-Polster angesammelt hat, dass mehr als zwei Stunden so schnell vergehen wie eine Folge der Lieblingsserie vorm Schlafengehen, wird erst Donnerstagsabend klar. Von „Am Strand“ über „Glücklich“ bis zu neuen Hits wie „Herz? Verloren“ und „iDisko“ geht die Reise des Herrn Urlaub.

Farin Urlaub berlinert sich durch den heimeligen Abend und wird dafür gefeiert. Ansagen gegen Rassisten und Flüchtlingsfeinde erregten online in den vergangen Tagen Hasstiraden gegen den sozial engagierten „Ärzte“-Sänger, beim Konzert sorgen sie für Jubel und Zustimmung. Er ist hier unter Gleichgesinnten, die sich verstanden fühlen, wenn Farin Urlaub vom Elend des Dumpfbacken-Gesabbels über das vermeintlich volle Boot in Deutschland spricht und davon, wie mühsam es ist, gegen Alltagsrassismus immer wieder an zu argumentieren. Um so erholsamer ist das Konzert, das vor allem eines macht: Spaß.

Nach weiter mehr als zwei Stunden sagt der Umjubelte zum Abschied, dass es ihm gefallen hat - keine Widerrede!

Von MAZ

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