Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kultur Film ab für die Provinz
Nachrichten Kultur Film ab für die Provinz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:29 04.10.2015
Der 30-Minuten-Kurzfilm „So schön wie du“ von Regisseurin Franziska Pflaum spielt in Brandenburg. Quelle: Promo
Anzeige
Eberswalde

Die Provinziale ist vielleicht nicht die Berlinale, aber dafür umso bedeutender für die Region. Das 12. Internationale Filmfest in Eberswalde startet am Sonnabend und soll vor allem Brandenburger Zuschauer in die Vorführungen locken. Einzelne der 40 Streifen, die in den Wettbewerb gehen, spielen in der Mark. Alle anderen haben zumindest einen Bezug zum Thema Provinz.

13 Kurzspielfilme, elf Animationen sowie neun lange und sieben kurze Dokumentarfilme werden an acht Tagen zu sehen sein. Die Provinziale soll vor allem jungen Filmemachern helfen, Aufmerksamkeit von einem breiten Publikum zu bekommen, sagt Kenneth Anders, der das Filmfest seit drei Jahren leitet. Die Veranstalter rechnen mit etwa 2000 Besuchern.

Preise im Wert von 10 000 Euro

Eröffnet wird die Provinziale mit der Dokumentation „Kinder der Arktis“ des Schweizer Regisseurs Nick Brandestini. Er handelt von fünf Jugendlichen aus Barrow (Alaska), die in einer Region geprägt von Klima- und Kulturwandel ihren eigenen Weg finden müssen. „Ein wacher Film voll Empathie“, meinen die Veranstalter. Ob er Chancen auf das „e“ – den Hauptpreis der Provinziale hat, das möchte Kenneth Anders nicht festlegen. Der Siegerfilm erhält am Ende nicht nur das „e“, sondern auch 4000 Euro. Diesen Preis stiftet das Brandenburgische Ministerium für Wirtschaft und Energie. Insgesamt werden Preise im Wert von 10 000 Euro vergeben. Die Stadt Eberswalde, der Landkreis Barnim und etliche private Sponsoren helfen bei der Finanzierung.

Szene aus dem Film „Kinder der Arktis“, dem Eröffnungsfilm der Provinziale. Quelle: Promo

Den Festivalmachern sei es ein großes Anliegen gewesen, mit dem Programm gezielt die einheimischen Zuschauer anzusprechen. Die Vorführungen starten deshalb erst ab 18 Uhr und im Anschluss werden die Filme mit Bürgern aus der Region ausgewertet. So wurde zur Debatte über den Film „Georgica“, in dem es um moderne Landwirtschaft in den Niederlanden geht, ein Landwirt aus der Uckermark eingeladen.

Filmgespräche mit Ortsansässigen

Die Filme eint nicht nur den Bezug zur Provinz. Dem Festivalleiter ist bei der Auswahl noch eine andere Gemeinsamkeit aufgefallen: „Viele beschreiben, wie Menschen ihre Lebensgrundlage verlieren“, so Anders. Damit schaffe die Provinziale ganz unbewusst eine Verbindung zur Flüchtlingskrise. Ein echter Brandenburger Streifen hingegen ist Franziska Pflaums Film „So schön wie du“, der schon 2014 den deutschen Kurzspielfilmpreis erhalten hat. Er porträtiert eine Mädchenfreundschaft mitten auf dem Land.

Die Provinziale

Der Verein SEHquenz organisiert das jährliche Filmfest für Dokumentationen, Kurz- und Experimentalfilme in Eberswalde.

822
Filmanmeldungen aus 68 Ländern sind im Festivalbüro eingetroffen. Aus Spanien, Frankreich und Russland stammen die meisten ausländischen Anmeldungen.

Neben dem Wettbewerb laufen die Sonderprogramme „ Provinzklassiker“, „Globus Provinz“ und „Heimatfenster“. Im Letzteren werden vier Filme aus Brandenburg gezeigt („Grüne Wiese“, „Heimat im falschen Film“).

Info: Das Filmfest Eberswalde läuft vom 3. bis 10. Oktober im Paul-Wunderlich-Haus in Eberswalde. Weitere Infos unter www.filmfest-eberswalde.de

Von Luise Fröhlich

Die Band Wanda aus Österreich hat mit ihrem Debütalbum „Amore“ vor einem Jahr für Furore gesogt. Freitag kommt die neue Platte „Bussi“ in die Läden – wie ist eine genialische Mischung aus Schlager und Rock’n’Roll zu hören. Der Titel „Bestes deutschsprachiges Album 2015“ scheint der Band sicher.

04.10.2015

"Titanic"-Star Kate Winslet hebt ihren Oscar im Badezimmer auf - als Service für ihre Gäste. "Jeder kann ihn dann heimlich in die Hand nehmen und sagen "Ich danke meinem Sohn und meinem Vater"", sagte die Schauspielerin, die am Montag 40 wird, dem "Wall Street Journal".

01.10.2015

Nicht besser, nicht schlechter, nur anders: Autodidakten werden im Museum Folkwang mit Meisterwerken klassisch-avantgardistischer Kunst auf Augenhöhe präsentiert. Im Mittelpunkt steht Henri Rousseau.

01.10.2015
Anzeige