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Kultur Filmbranche feiert im Ritz Carlton
Nachrichten Kultur Filmbranche feiert im Ritz Carlton
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17:05 14.02.2016
„Fuck ju Göhte 2“-Trio bei der Berlinale-Medienboard-Party mit Katja Riemann, Elyas M’Barek und Karoline Herfurth. Quelle: dpa
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Berlin

Starrummel zwischen Wachtelbeinchen, Muscheln und Nacho-Chips: Das Who is Who der heimischen Filmbranche tummelte sich traditionell am ersten Berlinale-Sonnabend zur Party des Medienboard Berlin-Brandenburg im Hotel Ritz Carlton am Potsdamer Platz. Rund 1800 Gäste feierten bei flugs vernaschbaren Häppchen, darunter Schauspieler Sebastian Koch, Jonas Nay, Tom Schilling, Constantin von Jascheroff, die Kolleginnen Lavinia Wilson, Christiane Paul, Jessica Schwarz, Regisseure wie Oskar Roehler bis Andreas Dresen (zurzeit im Schnitt zu „Timm Thaler“). Filmemacher Fatih Akin brachte die Jungstars Tristan Göbel und Anand Batbileg aus seiner „Tschick“-Verfilmung mit.

Max Riemelt plauderte über die anstehende zweite Staffel der US-Serie „Sense 8“. August Diehl erzählte, wie angenehm es sei, zurzeit in Wien auf der Bühne zu stehen. Gefragt ist auch der Potsdamer Schauspieler Hannes Wegener, der im ARD-Entführungsthriller „Mein sind deine Kinder“ von Regisseur Marco Kreuzpaintner und in Oliver Hirschbiegels „Berlin – Der geteilte Himmel“ mitwirkt. Gedreht wurden die Berliner Außenmotive in Prag – wegen des dort gefundendenen 1970er-Ambientes. Wegener spielt in dem ZDF-Dreiteiler einen homosexuellen Lehrer aus der DDR. Der Kinohit 2015 war die Fortsetzung der Schulkomödie „Fack ju Göhte“ mit Mädchenschwarm Elyas M’Barek, Katja Riemann und Jella Haase. Zur Party brachte das Team einen Mega-Scheck mit und zahlte Medienboard-Chefin Kirsten Niehuus 760 000 Euro Produktionsförderung zurück. Die Studio-Babelsberg-Bosse Charlie Woebcken und Christoph Fisser kamen mit Richard Jenkins und Richard Armitage aus der Agentenserie „Berlin Station“, die zurzeit in der Region entsteht. Ende der vergangenen Woche drehte das Team auf der Glienicker Brücke. Vor der Kamera stehen auch deutsche Stars, darunter Sabin Tambrea („Nackt unter Wölfen“) und Antje Traue, die sich kürzlich durch den Fernsehfilm „Der Fall Barschel“ intrigierte. Regisseur Dietrich Brüggemann nutzt die Berlinale vor allem zum Filmegucken. Neue Projekte 2016? „Zahlreiche, aber nicht spruchreif.“ Vor zwei Jahren war Absolvent der Potsdam-Babelsberger Filmhochschule Brüggemann mit seinem Religionsdrama „Kreuzweg“ beim Festival zu Gast. Momentan zehn Stunden täglich im Schnittraum verbringt Robert Thalheim für seine Agentenkomödie „Kundschafter des Friedens“ (Kinostart 3. Oktober). Auf dem roten Teppich erschien der Babelsberger Regie-Absolvent auf den letzten Drücker. „Ich habe mit meinem Sohn noch ,Sportschau’ geguckt.“

Verantwortungsvolle Aufgabe für Ex-HFF-Präsident Dieter Wiedemann: Er gehört zur Findungskommission, die über die neue künstlerische Leitung des Filmfestivals Max Ophüls Preis in Saarbrücken entscheidet. Gabriella Bandel hat nach 17 Jahren als Festivalchefin aufgehört.

Von Ricarda Nowak

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