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Kultur Filmbranche feiert im Ritz Carlton
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18:55 21.02.2018
In Feierlaune: Elyas M Barek auf dem Medienboard-Empfang. Quelle: imago
Berlin

Wenn die Herrin der Filmförderung einlädt, kommen alle: Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus empfing am Samstagabend rund 2000 Gäste zum traditionellen Empfang im Berliner Hotel Ritz Carlton. Vom mächtigen Produzenten bis zum Kleinstdarsteller tummelte sich die gesamte Szene in dem völlig überfüllten Saal. Zeitweise herrschte Einlass-Stop. Til Schweiger kam auf Krücken, er hatte sich eine Bänderdehnung zugezogen, Regisseur Detlev Buck, der mit seinem „Bibi und Tina“-Team über den roten Teppich lief, gab zu Protokoll, er habe „Germanys next Top Model“ gesehen und festgestellt, dass die #MeToo-Debatte dort wohl noch nicht angekommen sei. Regisseur Wim Wenders freute sich über die restaurierte Fassung seines Klassikers „Der Himmel über Berlin“ und Lars Kraume, der mit seinen jungen Darstellern aus dem Film „Das schweigende Klassenzimmer“ vorbeischaute, fiebert der Vorführung des im Studio Babelsberg und in Eisenhüttenstadt gedrehten DDR-Dramas am Dienstag auf der Berlinale entgegen. „Fack Ju Göhte“-Star Elyas M’Barek kam auch gut gelaunt zur Party und hoffte, dass sich in Gesprächen neue Projekte ergeben.

Natürlich ließen sich auch Politiker sehen. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke – bereits zum fünften Mal auf dem Medienboard-Empfang - beschwor in seiner unnachahmlichen Art die Freiheit der Kunst und wie wichtig es sei, dass Filme Position beziehen. Der Chef der Berliner Senatskanzlei Björn Böhning ließ es sich nicht nehmen, genüsslich darauf hinzuweisen, das Berlin den Etat des Medienboard um 2,7 Millionen Euro erhöht. In dieser Hinsicht lässt Brandenburg ja bekanntlich noch auf sich warten.

An das Buffet mit den warmen Köstlichkeiten zu gelangen, war bei dem Andrang unmöglich. Viele Gäste wandten sich dem weniger umlagerten Brot-Buffet zu. Dort gab es Stullen mit Schmalz, Kräuterquark und anderen Aufstrichen. Studio-Babelsberg-Chef Carl Woebcken verzichtete ganz. Ihn erwartete später anderswo noch ein Dinner.

Von Claudia Palma

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