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Kultur „The Disaster Artist“ – Hintertreppe zum Ruhm
Nachrichten Kultur „The Disaster Artist“ – Hintertreppe zum Ruhm
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06:00 01.02.2018
Wollen Hollywood erobern: Greg Sestero (Dave Franco, l.) und Tommy Wiseau (James Franco) begeistern sich fürs Kino und erschaffen mit aller Leidenschaft einen grottenschlechten Film. Quelle: Foto: Warner
Hannover

Als Star auf dem roten Teppich umjubelt zu werden: Das ist der ultimative amerikanische Traum für Tommy Wiseau (James Franco), der 1998 aus der Provinz nach Hollywood kommt. Mit seinem schüchternen Freund Greg Sestero (James’ jüngerer Bruder Dave Franco) macht er sich auf, die Filmwelt zu erobern. Fünf Jahre später realisiert er den Film „The Room“. Er ist Produzent, Autor, Hauptdarsteller und Regisseur in einer Person und wird bald böse „The Citizen Kane of Bad Movies“ genannt.

Ein Egomane im Vampirlook

James Francos Komödie mit tragischem Unterton und einer vollen Dosis Absurdität basiert auf Sesteros und Tom Bissells Bestseller über die chaotischen Dreharbeiten zu „The Room“ (2003), einem Film mit wirrem Plot und grausigen Dialogen. James Franco spielt mit Hingabe den langhaarigen Egomanen Wiseau in schwarzer Montur zwischen Vampir und Rocker – ohne sich über ihn zu erheben. Vor allem die anatomischen Verrenkungen beim Sex sorgten bei der damaligen Premiere mit nur 200 Zuschauern für Lacher. Heute gilt das krude Werk als Kult-Klassiker.

„The Disaster Artist“ über die Jagd nach Ruhm ist der bestmögliche Film über den schlechtesten Film aller Zeiten. Nach dem Golden Globe sollte James Franco auch bei den Oscars vorn mitspielen, wenn ihm nicht die Vorwürfe wegen sexueller Belästigung einen Strich durch die Rechnung machen. Das wäre wirklich ein Desaster.

Von Margret Köhler / RND

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