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Kultur „Unsere Erde 2“: Giraffen im Ringkampf
Nachrichten Kultur „Unsere Erde 2“: Giraffen im Ringkampf
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17:36 14.03.2018
Ich spiel’ doch nur: Ein Riesenpanda-Junges vergnügt sich. Quelle: Foto: Universal
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Hannover

3,7 Millionen Zuschauer allein in Deutschland sind eine Marke, die nur wenige Filme erreichen, Dokumentationen schaffen das schon gar nicht. „Unsere Erde“ brachte es 2008 auf ebendiese Zahl. Zehn Jahre später schicken die Naturfilmer von BBC Earth einen Nachfolger ins Rennen um die Zuschauergunst. Erneut sind ihnen spektakuläre Aufnahmen gelungen.

Loser erzählerischer Faden, Dramatik pur

Diesmal orientieren sich die Filmemacher an den 24 Stunden eines Tages, folgen unserem Zentralgestirn von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Schließlich ist der Tag-Nacht-Rhythmus wichtig für das Leben auf der Erde. Doch entpuppt sich diese Idee schnell als nur loser dramaturgischer Faden für tierische „Kurzgeschichten“ aus den unterschiedlichen Regionen unseres Planeten.

Gleich zu Beginn Dramatik pur: Da versuchen auf den Galapagos-Inseln frisch geschlüpfte Leguane, auf ihrem steinigen Weg zum Meer einer Armada züngelnder Nattern zu entkommen. Eher komisch dagegen der kanadische Petz, der seinen Rücken hingebungsvoll an einem Baumstamm reibt, um seinen Winterpelz loszuwerden.

Das Faultierweibchen hat keine Lust auf Paarung

Ein Beispiel vergeblicher Liebesmüh gibt ein panamaischer Faultierbursche, der von den Lauten eines Weibchens angelockt wird – und feststellen muss, dass die Dame bereits Junge und keine Lust auf ihn hat. Geht es gen Ende zu den Kreaturen der Nacht, darf man sich auch noch ein wenig gruseln.

Ferner treten auf: Zwei Giraffenbullen, die sich mit heftigen Kopfstößen gegenseitig auszuknocken versuchen, Myriaden Eintagsfliegen an der Theiß in Ungarn schwärmen zur Paarung aus und und und ... Zu den jeweiligen Sequenzen hat Alex Heffes die Musik komponiert. Die erscheint bisweilen arg aufdringlich. Zudem hätte der in der deutschen Version von Günther Jauch eingesprochene Kommentar ruhig mehr in die Tiefe gehen können. Letztlich zählen aber die fantastischen Bilder von Tier und Natur, die deutlich machen, was es zu bewahren gilt.

Von Jörg Brandes / RND

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