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Kultur „Tanz ins Leben“: Ein fideler Seniorenclub
Nachrichten Kultur „Tanz ins Leben“: Ein fideler Seniorenclub
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06:02 31.05.2018
Voll im Takt: Sandra (Imelda Staunton) und Charlie (Timothy Spall) genießen jeden Schritt auf dem Parkett. Quelle: Foto: e-one
Hannover

Von romantischen Komödien mit „Oldies“ verstehen die Briten durchaus einiges – man denke nur an die beiden „Best Exotic Marigold Hotel“-Filme, in denen angejahrte Damen und Herren von der Insel ihren Lebensabend in Indien verbringen.

Die Hippie-Ära wird schwer vermisst

Eingecheckt in dem Hotel hatte auch Celia Imrie als Seniorin mit einigen gescheiterten Ehen im Gepäck. Nun ist Imrie bei Richard Loncraines „Tanz ins Leben“ wieder dabei, allerdings als Singlefrau. Sie mimt die unkonventionelle Bif, die der Hippie-Ära hinterhertrauert und mit ihrem Kumpel Charlie (Timothy Spall) gern mal einen Joint durchzieht.

Ganz anders ihre Schwester Lady Sandra Abbott (Imelda Staunton, Oscar für „Vera Drake“), die auf einem Landsitz ihren gesellschaftlichen Status genießt. Als sie bei der Feier zum Ruhestand ihres Mannes selbigen mit ihrer besten Freundin entdeckt, steht sie nach 35 Jahren Ehe vor Bifs Sozialwohnung im Londoner East End.

Zusammenprall zweier Welten

Beim Zusammenprall zweier Welten knallt es zwischen Charlie und Sandra – die besten Voraussetzungen für ein Happy End. Die Vorhersehbarkeit schadet nicht in diesem charmanten Film. Bald stößt Sandra zu Bifs fidelem Seniorentanzclub. Die Gruppe organisiert einen Benefiz-Flashmob auf dem Piccadilly Circus und wird wie im Märchen zu einem Tanzwettbewerb nach Rom eingeladen – die Performance ist der Kracher.

Lebenslust und Optimismus, Trauer und Tod liegen nahe beieinander, aber die ermunternde Botschaft lautet: Genieße den Tag! Und was gibt es Schöneres als mit einem leisen Lächeln aus dem Kino zu kommen und verstohlen ein paar Tanzschritte im Dunkeln zu wagen.

Von Margret Köhler / RND

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