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Kultur „The Lego Movie 2“ – Klötzchen, nicht kleckern
Nachrichten Kultur „The Lego Movie 2“ – Klötzchen, nicht kleckern
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12:00 04.02.2019
Endzeit, wieso Endzeit? Emmet (hier mit Freundin Lucy) lässt auch im Fall von außerirdischen Bedrohungen nicht von seiner guten Laune ab. Quelle: Foto: Warner Bros.
Hannover

Als 2014 „The Lego Movie“ in die Kinos kam, konnte man buchstäblich Bauklötze staunen. Die waren zwar überwiegend digital mit Computerhilfe erschaffen worden. Dennoch hatte man das Gefühl, man könnte fast jede einzelne Szene mit dem analogen Repertoire der dänischen Spielzeug-Firma nachstellen.

Zumindest was den Animationsteil des Films anging. Diesen Eindruck hinterlässt auch „The Lego Movie 2“, dem mit „The Lego Batman Movie“ und „The Lego Ninjago Movie“ zwei Ableger des ersten Streifens vorausgingen.

Die Außerirdischen entführen Emmets Liebste Lucy – und Batman

Die Invasoren vom Planeten Duplo, die am Ende des Vorgängerfilms auftauchten, waren die Vorboten kommenden Unglücks. Fünf Jahre später liegt die Noppstein-Welt in Trümmern, unter Emmets Freunden hat sich Endzeit-Stimmung breitgemacht. Einzig der Bauarbeiter selbst frönt noch guter Laune. Inmitten der Apokalypse hat Emmet für sich und seine toughe Freundin Lucy sogar ein Häuschen errichtet.

Doch der Neubau ist auch den Aliens aufgefallen. Als Emmet seiner Liebsten das Eigenheim zeigt, greifen sie an – und entführen neben Lucy und Batman noch ein paar andere seiner Gefährten zum Systar-System, zu dem auch der Duplo-Planet gehört.

Wird Emmets Albtraum von einem „Armamageddon“ Realität? Werden er und alle Figuren in der „Box des Vergessens“ landen? Um Lucy zurückzuholen, wächst der unscheinbare Geselle über sich hinaus, bastelt aus den Eigenheimtrümmern ein Raumschiff zusammen und bricht zu einer Rettungsmission ins All auf. Unterwegs erhält er Hilfe von Weltraumabenteurer Rex.

Das Erzähltempo von „Lego Movie 2“ ist so rasant wie die Actionszenen

Erneut wird das Animations-Geschehen sinnig mit einer Realfilm-Handlung verschränkt. Dabei hängt das Schicksal von Emmet & Co. von dem ab, was zwischen den verzankten Geschwistern Finn und Bianca sowie ihrer Mutter passiert. Es ist allerdings nicht immer leicht, der Story bis in ihre feinsten Verästelungen zu folgen.

Die Autoren Phil Lord und Christopher Miller, die beim ersten Teil auch noch Regie führten, haben auch wieder viel Schräges mit ins Drehbuch gepackt. Zudem ist das Erzähltempo fast so rasant wie die Action-Szenen – wenn es nicht gerade von einer Musical-Einlage gedrosselt wird. Gleichwohl gehen die zentralen Botschaften des Films – dass man sich selbst treu bleiben sollte und ein konstruktives Miteinander einem destruktiven Gegeneinander jederzeit vorzuziehen sei – nicht unter.

Überdies gibt’s für etwas ältere Zuschauer einmal mehr reichlich Extra-Schmankerl. Vorausgesetzt sie sind nicht bloß nopp- sondern auch popkulturaffin. Denn geklotzt wird hier keineswegs nur optisch. Es ist nahezu unmöglich, beim einmaligen Sehen sämtliche Referenzen zu erkennen. Kräftiger angespielt wird etwa auf „Mad Max“, „Star Wars“ und die „Zurück in die Zukunft“-Trilogie, kürzer auf den Ur-„Planet der Affen“ und „2001: Odyssee im Weltraum“.

Der Lego-Batman wird mit einem Popsong gehirngewaschen

Mit dabei ist auch ein Lego-Bruce-Willis, der sich wie einst John McClane in „Stirb langsam“ in einem Luftschacht tummelt. Aber – soviel sei verraten – es ist nicht er, der den Tag rettet. Ebenso wenig wie der wieder mal von sich selbst völlig überzeugte Möchtegern-Oberheld Batman, der hier mit einem Ohrwurm-Popsong gehirngewaschen und dann als Heiratsfavorit von der Systar-Herrscherin mit dem bezeichenden Namen Wasimma Si-Willi weichgekocht wird.

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