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Filmuni-Absolvent für „Er ist wieder da“ nominiert

Europäischer Filmpreis Filmuni-Absolvent für „Er ist wieder da“ nominiert

Der Potsdam-Babelsberger Filmuni-Absolvent David Wnendt könnte am Samstagabend mit seiner Bestsellerverfilmung „Er ist wieder da“ den Europäischen Filmpreis gewinnen. Wnendt befasst sich schon mit dem nächsten Projekt – der Adaption des Romans „Hagen von Tronje“.

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„Auf Augenhöhe“ zum Auftakt

Oliver Masucci brilliert als wiederauferstandener Adolf Hitler in David Wnendts Komödie „Er ist wieder da“.

Quelle: Constantin Film

Potsdam/Breslau. Man wünscht David Wnendt, dass die Europäische Filmakademie über besseren Geschmack verfügt als das deutsche Gremium. Im Mai hielt der Absolvent der Babelsberger Filmuniversität „Konrad Wolf“ trotz fünffacher Preischancen für seine köstliche Hitler-Wiederauferstehungs-Satire „Er ist wieder da“ beim Deutschen Filmpreis keine Lola in Händen.

Am Samstagabend könnte Wnendts Verfilmung von Timur Vermes’ Bestsellers, die hierzulande mehr als zweieinhalb Millionen Besucher in die Kinos zog, das europäische Pendant zum Oscar in der Kategorie beste Komödie gewinnen. „Er ist wieder da“ tritt an gegen den schwedischen Oller-Grantler-wird-nett-Beitrag „Ein Mann namens Ove“ und die französische Kuh-Comedy „Unterwegs mit Jacqueline“.

Wnendt wird bei der Gala in Europas Kulturhauptstadt Breslau nicht dabei sein. „Er ist wieder da“ wird bei der Gala vom Dreamteam Oliver Masucci, der Film-Hitler, und Fabian Busch, der einen Enthüllungsjournalisten spielt, vertreten. „Ich bin total froh, dass es diesen Film gibt, aber es ist auch genauso gut und wichtig, jetzt weiterzumachen“, sagt Wnendt.

Für den 39-Jährigen steht die Nachbearbeitung für den Kieler „Tatort: Borowski und das dunkle Netz“ an. Sonntagfrüh schon muss der mehrfach preisgekrönte Regisseur in Hamburg im Studio sitzen. Gefragt nach seinen Eindrücken vom Dreh für Deutschlands beliebteste Krimiserie, antwortet Wnendt: „Ich bin um eine Erfahrung reicher, aber man muss nicht jede Erfahrung wiederholen.“ Glücklich klingt anders. Zu eng sei das Korsett, zu immens der Zeitdruck gewesen, in 22 Drehtagen etwas Zufriedenstellendes zu stemmen. Ein großes Lob schickt er in Richtung von Sibel Kekilli und Axel Milberg: „Eine wunderbare Zusammenarbeit.“ Die TV-Ermittler tauchen in die finstere Online-Welt, ins sogenannte Darknet, ein.

Nur so viel ist sicher: „Es wird keine Komödie.“

Von Ricarda Nowak

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