Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Flüchtlingsdrama aus Babelsberg

49. Internationale Hofer Filmtage Flüchtlingsdrama aus Babelsberg

Flüchtlingsdrama feiert Weltpremiere: „After Spring Comes Fall“ wird bei den 49. Hofer Filmtagen erstmals vor Publikum gezeigt. Mit seinem eindringlichen Film hat Regisseur Daniel Carsenty seinen Abschluss an der Filmuniversität „Konrad Wolf“ gemacht.

Potsdam 52.390713451588 13.118190765381
Google Map of 52.390713451588,13.118190765381
Potsdam Mehr Infos
Nächster Artikel
Victor Garber heiratet Partner nach 16 Jahren

„After Spring Comes Fall“ mit Halima Ilter und Murad Seven.

Quelle: foto: filmuni

Potsdam. Nach wahren Begebenheiten erzählt Regisseur Daniel Carsenty in „After Spring Comes Fall“ ein in Syrien beginnendes Flüchtlingsdrama, das in Berlin als Agententhriller endet. Bei den 49. Internationalen Hofer Filmtagen (20. bis 25. Oktober) feiert Carsentys Diplomfilm an der Filmuniversität „Konrad Wolf“ Weltpremiere – und geht bereits prämiert in den Wettbewerb. Der Babelsberger Kamera-Absolvent Johannes Waltermann erhielt für seine Bildgestaltung in „After Spring Comes Fall“ im September den Deutschen Nachwuchspreis First Steps.

Beim renommierten Festival in Hof sind vier weitere Beiträge von Talenten der Filmuni zu sehen. In ihrem 14-Minüter „Ist doch nichts passiert“ erzählt Studentin Lena Lemerhofer von einem Unfall, den das Pärchen (Olga Wäscher, Thomas Georgi) zwar körperlich unversehrt überstanden hat, aber nachdem zwischen ihnen dennoch nichts mehr ist wie vorher.

Ebenfalls die kurze Form hat Felix Ahrens für „Vakuum“ gewählt. In eindringlichen 25 Minuten erzählt der Student die Geschichte des zwölfjährigen Marcel (Emil von Schönfels), der es nicht leicht hat: In der Schule wird er gemobbt, sein Zuhause ist eine betreute Wohngruppe, Taschengeld macht er mit dem Sammeln von Pfandflaschen. Sein Leben nimmt eine Wendung, als Marcel die Beute von Kleinkriminellen findet. Kamerastudent Valentin Selmke bleibt teils schwindelerregend nah am Protagonisten dran.

Christine Langs Kurzfilm „As if we were somebody else“ erzählt vom Teenie-Mädchen Nike (Esther Spille) auf der Suche nach sich selbst und den damit verbundenen Entscheidungen: Das weiße Shirt oder das schwarze, mit der coolen Clique abhängen oder mit der neuen, stillen Freundin Lea? Als Nike bei einer Party Lea beispringen müsste, ist sie überfordert und verharrt in beobachtender Position.

In der knapp eineinhalbstündigen Doku „Kreide auf Beton“ porträtieren Helene und Julia Vogel junge Russen, die aus politischen, ethischen oder religiösen Gründen den Dienst an der Waffe verweigern. Obwohl das Gesetz zum alternativen zivilen Dienst in Russland 2004 verabschiedet wurde, ist diese Möglichkeit im Bewusstsein der Bevölkerung immer noch nicht vorhanden. Männer, die den Alternativ- dem Militärdienst vorziehen wollen, steht oft ein langer, mühsamer Weg bevor. Sie sehen sich konfrontiert mit bürokratischen Hürden, außerdem mit Vorurteilen und Fehlinformation. „Kreide auf Beton“ zeigt den Kampf mit Autoritäten, dokumentiert den Mut und den Wunsch nach Selbstbestimmung der „Zivis“.

Von Ricarda Nowak

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur
www.esprit.de
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?