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Kultur Ruppig bis liebenswert
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19:38 11.03.2019
Bringen muntere Geschichten aus London mit – Skinny Lister. Quelle: Promo
Potsdam

Da haben wir sie wieder – die Muntermacher aus London. Skinny Lister – erprobt in den Pubs der britischen Hauptstadt und längst auch auf Festivals – legen gleich los. Folk und Punk in trauter Harmonie. Akustisch und elektrisch. Poetisch und ruppig. Direkt und stets mitreißend.

Wie auf der jüngst erschienenen vierten Platte „The Story Is“. Es rasselt, rockt und rollt. Mit Fiedel und E-Gitarren. Vorbilder wie die Pogues oder Dexys Midnight Runners brauchen wohl nicht näher vorgestellt werden. Frau und Mann teilen sich die Songs im Gesang oder auch gleich ein Duett. Der Sechser gönnt sich sogar etwas Ska und Disko-Beats.

Trapper Schoepp in seinem Wohnzimmer. Quelle: Kayla Jean

In die Annalen der Dylanologen dieser Welt wird Trapper Schoepp als der junge Mann eingehen, der einen 1961 von Bob Dylan in New York begonnenen Text mit ein paar eigenen Zeilen versehen und vertont hat. So geschehen mit dem countryesken Walzer „On, Wisconsin“. Den hebt sich der Trapper, der aus dem US-Bundesstaat stammt, aber auf bis zum Ende seines Albums „Primetime Illusion“. Der Songwriter hat ein Händchen für süffige Melodien, lässt die Gitarren jingeln und jangeln, das Klavier steht auch gleich bereit. Rock, Pop und Americana sind sein Tummelplatz. Von Letzterem wünschte man sich mehr.

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Wer’s glaubt, wird selig: Greensky Bluegrass sind natürlich nicht wegen des Geldes im Geschäft. Nur wegen der Musik. Das sollte reichen. Wenn sie erst mal loslegen, fühlt man sich wie auf Wolke sieben. Denn die Songs des fortschrittlichen Fünfers aus Kalamazoo im US-Bundesstaat Michigan atmen ganz viel Freiheit. Angesiedelt zwischen hochkarätiger Saitenarbeit und feiner Mehrstimmigkeit im Gesang, wie sie es im Bluesgrass selbstverständlich ist, und Rocksounds, die himmelwärts streben. In anderen Sphären. Wo Geld komplett nichtig ist.

Greensky Bluegrass: All For The Money. Big Blue Zoo Records-Thirty Tigers/Alive.

Aus einem viel härteren Holz sind dagegen The Steel Woods geschnitzt. Das Quartett aus Nashville/Tennessee liebt es überaus kernig. Lässt die Gitarrensaiten glühen, wie man es aus den Südstaaten kennt. Schwerblütiger Blues schimmert mitunter durch. Die langsameren Stücke sind nicht weniger triumphal. The Steel Woods zeigen den Soul vor und der kommt nicht ohne Slide-Gitarre aus. Und akustisch läuft es bei den Jungs sowieso. Die sind ein ganz dicker Fisch. Übrigens entstand die Idee zur Gründung einer Band beim – Angeln.

The Steel Woods: Old News. Woods Music-Thirty Tigers/Alive.

Für Holy Moly & The Crackers begann alles in Newcastle. Die Band wuchs mit ihren Möglichkeiten – und ihren Mitgliedern. Derzeit sind es sechs. Und die Band nimmt einen gleich mit auf die Party. Kurz nach ihrem Gastspiel erscheint dann Anfang April ihr drittes Album. Auf „Take A Bit“ verknüpften Holy Moly und Co. allerlei Akustik-Pop mit Folk vom Balkan und Indie-Rock. Ein irrer Spaß, sich für die Aufnahmen im Studio wie in den Sechzigern zu kleiden. Man staunt, hüpft und tanzt.

Das Konzert: Skinny Lister, Trapper Schoepp, Holy Moly & The Crackers spielen am Mittwoch, dem 13. März, um 20 Uhr im SO 36 in Berlin-Kreuzberg.

Von Ralf Thürsam

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