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Kultur Foto-Preis für Lausitzer Triptychon
Nachrichten Kultur Foto-Preis für Lausitzer Triptychon
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09:20 18.11.2014
Für das Triptychon mit Fotos eines Aussichtsturms im Lausitzer Seenland gab es den Fotografiepreis der Bundesstiftung Baukultur. Quelle: Malte Fuchs
Potsdam

"Warum sind eigentlich so selten Menschen auf Architekturfotos zu sehen?" Diese Frage stellte sich die Bundesstiftung Baukultur mit Sitz in Potsdam und lobte den Fotografiepreis "Baukultur im Bild. Räume + Menschen" aus. Gefragt waren Aufnahmen von wirkungsvollen und auch alltäglichen Räumen in Nutzung. Gebäude, Stadträume, Plätze oder Landschaften, im Kleinen wie im Großen, Straßen und Brücken, Baustellen, Innenräume oder auch Denkmäler mit ihren Bewohnern und Besuchern. 287 Beiträge mit mehr als 600 Fotografien gingen zum Wettbewerb ein, am Sonntag wurden in Potsdam die Preisträger ausgezeichnet.

Drei Preisträger aus Berlin

Den ersten Preis (3.000 Euro) gewann ein Berliner mit einem brandenburgischen Motiv: Malte Fuchs setzte unter dem Titel "Konspiration" die Landmarke Lausitzer Seenland mit ihren Besuchern in Szene. Der 30 Meter hohe Aussichtsturm aus Stahl wurde 2008 in der Nähe des Ortes Kleinkoschen erbaut und soll an die großen Baugeräte erinnern, die früher die gesamte Region geprägt haben. Das Bauwerk konnte bereits selbst zahlreiche Architekturpreise einheimsen.

Malte Fuchs

Der Künstler Malte Fuchs (geb. 1976) sagt zu seiner Fotoserie: "Die Landmarke ist mir bei einem Kameratest in der Lausitz einfach ins Auge gesprungen und passte für mich sofort auf das Thema des Wettbewerbs, dass ich im Kopf hatte. Die Besucher sind nicht dirigiert, sondern aus etwa 50 Einzelfotos in eine Reihe gesetzt. Auch das Bild, wo der Turm leer ist, gibt es so nicht. Fotografie ist ja immer auch Manipulation der Wirklichkeit."

Die zweite Preisträgerin (1.000 Euro), Charlotte Schmitz aus Berlin, gibt mit ihrer Foto-Serie "So kann Gropius sein, so kann das Leben sein" Einblicke in das Leben der Bewohner der Berliner Gropiusstadt. In diesem Plattenbauviertel entstanden während der 60er/70er Jahre über 18.000 Wohnungen, es gilt als sozialer Brennpunkt.

Den dritten Preis (500 Euro) sowie den Publikumspreis (500 Euro), dem ein Onlinevoting vorangegangen war, konnte Andreas Till aus Berlin für seine Aufnahmen aus der Gegend am Tegeler Fließ entgegennehmen.

Anerkennungen gingen an Jan Faßbender aus Köln für "Waterline"; Ben Kuhlmann aus Dortmund für "Fremdverkehr", Friedel Kantaut aus Berlin für "Berlin, Rostock, Berlin" sowie an Michael H. Rohde aus Berlin für "From Below".

Ausstellung in der Schiffbauergasse

Ab Montag, 16.30 Uhr, sind die Preisträger-Arbeiten und weitere Einsendungen in der Bundesstiftung Baukultur, Schiffbauergasse 3 in Potsdam zu sehen. Die Fotografiepreis-Ausstellung ist bis 17. Dezember 2014, montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Im kommenden Jahr wird die Wanderausstellung u.a. in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gezeigt. 

Die Bundesstiftung Baukultur

Die Bundesstiftung Baukultur versteht sich als Plattform für bundesdeutsche und internationale Akteure der Baukultur. Ihr Anspruch ist es, sich für die Belange der Baukultur einzusetzen und die Öffentlichkeit für ihre gebaute Umwelt zu sensibilisieren. Dazu berät sie als unabhängige Institution, erarbeitet Qualitätsmaßstäbe, macht gutes Planen und Bauen öffentlich bekannt und bewirbt die Leistungsfähigkeit deutscher Planer und Erbauer auf dem Weltmarkt.

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