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Frauenduo führt Akademie der Künste

Kulturpolitik Frauenduo führt Akademie der Künste

Mehr als 300 Jahre hatten die Männer das Sagen - jetzt wird die renommierte Akademie der Künste in Berlin erstmals von Frauen geführt. Die Mitgliederversammlung wählte am Samstag die 71-jährige deutsch-argentinische Filmemacherin Jeanine Meerapfel zur Präsidentin.

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Jeanine Meerapfel (l), die neue Präsidentin der Berliner Akademie der Künste, und die neue Vizepräsidentin Kathrin Röggla.

Quelle: Jörg Carstensen

Berlin. Stellvertreterin wurde die 43 Jahre alte österreichische Schriftstellerin und Theaterautorin Kathrin Röggla. Das neue Führungsduo will sich am Sonntag (31.5./11.00) bei einer Pressekonferenz in Berlin vorstellen.

Meerapfel löst den langjährigen Präsidenten Klaus Staeck (77) ab, der wie seine Stellvertreterin Nele Hertling (81) laut Satzung nach drei Amtszeiten nicht erneut kandidieren durfte.

Die neue Präsidentin kündigte nach ihrer Wahl an, das gesellschaftspolitische Engagement der Akademie fortzusetzen. "Hier wird nicht nur Kunst gemacht und Kunst gezeigt", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. "Wir wollen auch Fragen aufgreifen, die sonst in der Gesellschaft nicht gestellt werden."

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) nannte die Wahl der weiblichen Doppelspitze einen "Meilenstein": "Es freut mich, dass gerade durch diese markanten Positionen die Kultur in Deutschland weiblicher wird." Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sprach von einem "wichtigen Signal" für die Kulturhauptstadt Berlin.

Auch die anderen Führungsämter der Akademie wurden am Samstag neu vergeben. Erstmals kamen der Filmemacher Rosa von Praunheim und die Autorin Kerstin Hensel in das oberste Leitungsgremium, den Senat. Der Schriftsteller Ingo Schulze stellte sich nicht erneut zur Wahl und schied aus.

Am Abend würdigten die Mitglieder bei einer Gedenkfeier den verstorbenen Schriftsteller Günter Grass, der von 1983 bis 1986 Präsident war. Die Akademie hat die Aufgabe, die Künste zu fördern und die Politik in kulturpolitischen Fragen zu beraten.

dpa

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