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Kultur Führungsversagen
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02:18 29.04.2018
Das Gebäude des Staatstheaters in Cottbus. Quelle: ZB
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Potsdam

Der Knoten ist geplatzt. Der Intendant des Staatstheaters Cottbus, Martin Schüler, wirft das Handtuch. Ganz offensichtlich entnervt, denn seine Versuche der vergangenen Tage, den Dauerkonflikt zwischen Orchester und Sänger auf der einen Seite und Generalmusikdirektor Evan Alexis Christ auf der anderen Seite zu schlichten, sind krachend gescheitert. Schüler kann nur bedingt etwas dafür. Sein Chefdirigent, der sich hinter den Kulissen wie ein Diktator aufführt, ist zu keinem Zugeständnis bereit. Da ist wohl nichts mehr zu machen. Christ wird auch gehen müssen. Auf das Konto von Schüler, aber nicht nur auf seines, sondern auch auf das des Geschäftsführenden Direktors, Martin Roeder, geht, dass sie zu lange zugeschaut haben. Dass Christ am Staatstheater ein Klima der Angst und des Schreckens geschaffen hat, lässt sich auch mit künstlerischen Erfolgen nicht rechtfertigen. Schüler und Roeder haben nicht energisch genug eingegriffen und Orchester und Sänger im Regen stehen lassen. Insofern ist Schülers Rücktritt konsequent. Roeder muss nun schnell retten, was zu retten ist. Er braucht nicht nur einen neuen Intendanten und einen neuen Generalmusikdirektor, sondern auch Leute, die mit den vielen Verletzungen im Haus umgehen können.

Von Mathias Richter

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