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Für die Puhdys naht die Rockerrente

Abschiedskonzert in Berlin Für die Puhdys naht die Rockerrente

Die Puhdys geben am Samstag ihr letztes Konzerte der Abschiedstour, die genau vor einem Jahr begann. „Das letzte Solo-Konzert“ heißt es auf der Ankündigung, aber so richtig in Rente gehen sie dann noch immer nicht. In die „Rockerrente“ eben – und das bedeutet, dass sich die Fans im Sommer noch auf einige Höhepunkte freuen dürfen.

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Das letzte (Solo-)Konzert der Puhdy findet am 2. Januar in Berlin statt.

Quelle: dpa

Potsdam/ Berlin. Die Puhdys sagen Goodbye: Am Samstag um 20 Uhr findet sie in Berlin das letzte Konzert ihrer Abschiedstour satt. Sänger Dieter ’Maschine’ Birr und Co. wollen dabei noch einmal fast fünf Musik-Dekaden Revue passieren lassen, wie der Konzertveranstalter Semmel Concerts mitteilte. Allerdings stehen die Musiker auch 2016 noch gemeinsam auf der Bühne: Sie sind mit City und Karat auf der ’Rocklegenden’-Tournee unterwegs; laut ihrer Internetseite mindestens bis zum Sommer.

Beliebte Stars im Osten

Im Februar hatte das Berliner Quintett überraschend mitgeteilt, dass sie die Puhdys-Karriere beenden wollen, weil sie langsam doch zu alt werden. Ob in ihren Ohrwürmern “Alt wie ein Baum“ und “Rockerrente“: In vielen Songs hatten die Puhdys immer wieder mit dem (gemeinsamen) Alt-Werden kokettiert.

Sie standen im November 1969 zum ersten Mal auf der Bühne; damals noch mit Coverversionen englischsprachiger Hits - etwa von Deep Purple und Uriah Heep. Bis zum Fall der Mauer wurden sie zwölfmal zur beliebtesten Rockgruppe der DDR gewählt und schon damals regelmäßig auch von Zehntausenden Zuschauern in der Waldbühne im Westen Berlins umjubelt.

Die zweite Rockerrente

Nach 20 gemeinsamen Jahren sagten die Puhdys dann schon das erste Mal Goodbye: 80.000 Fans kamen 1989 auf den August-Bebel-Platz nach Berlin - zum Abschiedskonzert. Nach zwei erfolgreichen Jahrzehnten wollten die Musiker eigene Wege gehen. Schon bald kehrten die Puhdys aber wieder zurück.

Für große Verwirrung sorgten die Musiker vor drei Jahren: “Es war schön“ hieß ihr 2012 veröffentlichtes 37. Studioalbum - und der Titel sorgte für Gerüchte über das Karriere-Ende. Doch die Musiker gaben damals Entwarnung; sowohl in Interviews als auch in einem anderen Songtitel des Albums. In “Unser Schiff“ heißt es: “Die Fahrt ist lang, hört niemals auf. Und wir geh’n nicht von Bord - nein wir gehen nicht fort.“

Opas mit genug Power

Noch immer sind die Puhdys eine der erfolgreichsten Ostrock-Bands. Tausende treue Fans kommen seit Jahrzehnten zu ihren Konzerten. Zwar gibt es auf der Bühne keine Action wie bei vielen jüngeren Stars - etwa wilde Rocker-Sprünge. Aber die fünf Musiker im Rentenalter, darunter viele Opas, halten mühelos zwei Stunden durch. “Wir sind immer noch einigermaßen frisch und haben noch genug Power. Wir hoffen, Ihr auch“, sagte Birr vor einem Jahr zu den 11.000 Fans des ersten Konzerts der Abschiedstour.

Auch wenn ’Maschine’ sowie Peter Meyer (75/Keyboard), Dieter Hertrampf (71/Gitarre), Peter Rasym (62/Bass) und Klaus Scharfschwerdt (61/Schlagzeug) ihr gemeinsames Projekt wohl bald beenden wollen: “Von den einzelnen Musikern werden wir sicherlich noch einiges zu hören bekommen“, hatte das Management bei der Bekanntgabe des Band-Abschieds verraten. Dieter Birr etwa präsentierte auf einer Solo-Tour seine Autobiografie und sein zweites Solo-Album.

Von MAZonline

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