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„GZSZ“ feiert Mega-Jubiläum in Spielfilmlänge

Serienhit aus Potsdam „GZSZ“ feiert Mega-Jubiläum in Spielfilmlänge

Liebe und Leidenschaft, Sex and Crime, Treue und Verrat: Am Mittwoch zeigt der Fernsehsender RTL die 6000. Folge von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ – das ist Rekord im deutschen Fernsehen. Produziert wird die Erfolgsserie in Potsdam-Babelsberg.

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Die Erfolgsserie „GZSZ“ sendet in den kommenden Wochen eine extra Portion Drama.

Quelle: RTL

Potsdam. Das gab es noch nie im deutschen Fernsehen! 6000 Folgen gibt es von der Daily Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Am Mittwoch feiert RTL das Serienjubiläum in „Spielfilmlänge“ – und zeigt drei Episoden mit einer extra Portion Drama. 6000 Folgen Liebe und Leidenschaft, Sex and Crime, Treue und Verrat – das ist Rekord! Gewiss, die ARD-Serie „Lindenstraße“ ist noch älter, läuft aber nur sonntags und hat daher nicht so viele Folgen auf dem Buckel. Wirkt die „Lindenstraße“ inzwischen reichlich betulich, erfindet sich GZSZ immer wieder neu. Und greift brisante Themen auf: Mobbing, Bulimie, Drogensucht. Die Flüchtlingskrise ist seit Monaten ein Dauerbrenner, ebenso Immobilienspekulation.

So richtig reingeknallt haben die Serienautoren mit der Inzest-Beziehung zwischen dem (von Serienfigur Maren Seefeld getöteten) Arzt Frederic Riefflin (Dieter Bach) und seiner leiblichen Tochter Jasmin (Janina Uhse). Am Mittwoch zeigt sich, wer für das Verbrechen zur Verantwortung gezogen wird und welche Rolle dabei Dr. Gerner (Wolfgang Bahro), Deutschlands gerissenster TV-Anwalt, spielt.

Millionenpublikum vor dem Fernseher

Am 11. Mai 1992 wurde die erste Folge ausgestrahlt. Knapp ein Vierteljahrhundert später lockt „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ noch immer wochentäglich ein Millionenpublikum vor die Bildschirme. Seit 1995 wird die Bandwurmserie in der Medienstadt in Potsdam-Babelsberg produziert. 2006 wurde das „Original GZSZ Außenset“ im Filmpark Babelsberg eröffnet. Wenn im fiktiven Berliner Szenekiez rund um den „Kolleplatz“ mit Bars und Clubs und Spätverkaufsstelle nicht gedreht wird, dürfen Besucher sich die Kulissen ansehen.

Was macht den dauernden Erfolg dieser anfangs wegen seiner hölzern agierenden Darsteller so bespöttelten Serie aus? „Wir überraschen und fesseln den Zuschauer jeden Tag aufs Neue“, sagt Producer Damian Lott, der alle kreativen Fäden in der Hand hält. „GZSZ gibt es nun seit knapp 6000 Folgen und wir haben nun nahezu alles erzählt, aber eben nur fast alles. Genau diese Herausforderung lässt einen jeden Tag wieder nach dem Neuen und Besonderem suchen, schließlich wollen wir mindestens noch einmal 6000 Folgen erleben.“

Immer mehr GZSZ-Schauspieler leben in Potsdam

Inzwischen entdecken immer mehr Schauspieler, wie schön es sich in Potsdam leben lässt. Thomas Drechsel („Tuner“) ist ohnehin Potsdamer, zog von Babelsberg in die Brandenburger Vorstadt. Dort wohnt auch Clemens Löhr, genießt die Ruhe abseits des trubeligen Berlins. Seit 2008 ist der 48-Jährige in der Rolle des Journalisten Alexander Cöster bei GZSZ zu sehen. „Ich habe noch nie etwas so lange gemacht – außer Kinder groß zu ziehen“, sagt der Vater zweier Jungs (sechs und neun) augenzwinkernd. Seit einem halben Jahr sind Löhr und seine Kollegin Eva Mona Rodekirchen (spielt Maren Seefeld) direkte Nachbarn. Die Mutter einer dreijährigen Tochter schwärmt von der offenen, herzlichen Atmosphäre im Haus. „Die Kinder können einfach mal loslaufen, in den Garten, durch die Zäune zu den Nachbarn.“ Seitdem die 39-Jährige ihre Zelte in Potsdam aufgeschlagen hat, habe sie viel mehr Kontakt zu ihren Serienkollegen.

Vor zwei Monaten ist auch Linda Marlen Runge nach Potsdam, in die gutbürgerliche Berliner Vorstadt, gezogen. „Das hat meinen Arbeitsweg erheblich verkürzt“, erzählt die 30-Jährige, die seit bald drei Jahren als wilde, lesbische „Anni Brehme“ die Serie aufmischt. Wenn sie sich zuvor, im Berliner Szenekiez Friedrichshain, morgens auf den Weg ins Studio gemacht hat, „sind meine Kumpels gerade vom Feiern gekommen“. In ihrer Potsdamer Wohnung genießt die tätowierte Schauspielerin nun mit ihren Katzen „die Ruhe und meine Dachterrasse“, auf der sie Tomaten zieht. Und dass der Heilige See zum Joggen und Baden schön nah liegt – um so besser. Zehn Jahre war die Musikerin auf Reisen: „Ich hatte alles, nur kein Klingelschild, GZSZ hat Stabilität in mein Leben gebracht.“ Und wenn Linda Marlen Runge ihrem von Drehplänen durchgetakteten Alltag entfliehen will, „dann reiche ich Urlaub ein“.

Moderatorin Katja Burkhard bei GZSZ

Eine Herausforderung sei der Dreh zu den Jubiläumsfolgen gewesen. „Wir haben drei Wochen alles ,durcheinander’ gedreht“, erzählt Eva Mona Rodekirchen. Zeitliche und inhaltliche Sprünge mussten bewältigt werden.

Wie konzentriert bei GZSZ gearbeitet wird, davon bekam auch RTL-Moderatorin Katja Burkard („Punkt 12“) einen Eindruck. Sie ist in den nächsten Wochen als rasende Reporterin im Gerichtssaal zu sehen.

Übrigens: Die 6000. Folge gucken sich Stars und Crew gemeinsam live an – in einem großen Kinosaal. Wo, wird nicht verraten, um einen Fan-Ansturm zu vermeiden.

GZSZ, täglich, 19.40 Uhr. Am Mittwoch um 21.15 Uhr bringt RTL „Die große GZSZ Erfolgsstory – Hinter den Kulissen der Kultserie“.

Von Ricarda Nowak

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