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Georgette Dee als Helena von Troja

Hans-Otto-Theater in Potsdam Georgette Dee als Helena von Troja

Deutschlands große Diseuse Georgette Dee gibt am Sonntagabend Helena von Troja im Hans-Otto-Theater und ihr Bühnendebüt in Potsdam. Aus der Sicht der weltschönsten Frau blickt Helena zurück auf einen Krieg, der von Männern um Macht und Reichtum geführt wurde, und auf eine Karriere, von der nicht mehr geblieben ist als Einsamkeit und eine Kiste voller Erinnerungen.

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Georgette Dee als Helena von Troja.

Quelle: imago stock&people

Schiffbauergasse. Wie eine Diva sieht Georgette Dee am Küchentisch im Schöneberger „Werkraum Dee“ am Mittwochmittag nicht aus. Das schulterlange, graublonde Haar ist zu einem Knoten gebunden, das Gesicht ungeschminkt, die Kleidung leger. Am Sonntag verwandet sich der Berliner wieder für den großen Auftritt – als Helena von Troja. Georgette Dee hält als eine der berühmtesten Figuren der griechischen Mythologie nur an diesem einen Abend im Hans-Otto-Theater ihr „Plädoyer für eine Schlampe“.

Für den Künstler – seit Anfang der 1980er als Diseuse und Schauspielerin unterwegs – ist es der erste Auftritt in Potsdam überhaupt. „Natürlich habe ich die Stadt schon oft besucht, an diesem wunderschön gelegenen Theater ,Das schwarze Wasser’ gesehen – eine Meisterleistung des Ensembles. Aber auf der Bühne gebe ich mein Potsdamer Debüt.“

Im Berliner Renaissance-Theater trat die wunderbare Diseuse als schöne Helena bereits an fünf Abenden auf. Die Reaktionen: zahlreich und überwältigend. Als Georgette Dee 2014 für das Stück angefragt wurde und es las, habe es „mich sofort angefasst, ich wusste, das hat etwas mit mir zu tun“. In einem dramatischen 80-Minuten-Monolog – „noch nie habe ich so einen langen Text auswendig gelernt, zwischendurch mit viel Panik besetzt“ – blickt aus Sicht der weltschönsten und gepeinigten, missbrauchten Frau auf Liebe und Krieg, Macht und Reichtum, Karriere und Starruhm – und die damit verbundenen Männer. Mittendrin Spartaner, Trojaner, Halbgötter, Nymphen „und Gerödel“ (Dee). Angesiedelt in der Antike, wirkt das Stück in die Gegenwart, unverkennbar sind die Bezüge zum aktuellen Weltgeschehen. Und nein, man muss nicht in der komplexen griechischen Mythologie bewandert sein, um Georgette Dees kraftvollem, zornigem Plädoyer folgen zu können.

„Helena. Plädoyer für eine Schlampe“, 1. November, 18 Uhr, Hans-Otto-Theater, Karten unter 0331/9811-8

Von Ricarda Nowak

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