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Kultur Potsdamer Geschichtsbörse war gut besucht
Nachrichten Kultur Potsdamer Geschichtsbörse war gut besucht
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07:11 25.02.2019
Theodor Fontane 1895 an seinem Schreibtisch. Zu diesem Zeitpunkt hatte er die Bereisung der Mark Brandenburg bereits abgeschlossen. | Quelle: picture alliance / akg-images
Potsdam

Etwa 200 Brandenburger besuchten am Sonntag die 15. Potsdamer Geschichtsbörse der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte. Die Veranstaltung im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) bot neben einem Markt mit Ständen ein Vortragsprogramm und stand diesmal unter dem Motto „Theodor Fontane – Journalist, Historiker. Und noch mehr?“

Forum für Geschichtsvereine

„Wir wollen den Geschichtsvereinen, Chronisten und Historikern der Zivilgesellschaft ein Forum geben“, erklärte HBPG-Direktor Kurt Winkler das Anliegen der Veranstaltung. Reiner Walleser vom Kulturministerium zeigte sich beeindruckt, dass die Reihen im Konferenzraum trotz des schönen Wetters dicht besetzt waren, während auch unten in der Gewölbehalle des Kutschstalls um die bunten Stände von Verlagen und Bürgerinitiativen dichtes Gedränge herrschte. Brigitte Faber-Schmidt, verantwortlich für Kulturland Brandenburg, stellte der versammelten Community im Vortragssaal das Programm des Fontane-Themenjahres 2019 vor. Anschließend kamen im Halbstunden-Rhythmus sechs sehr unterschiedliche Experten zu Wort.

Fontane liebte das „schön Menschliche“

Die Literaturwissenschaftlerin Christiane Barz, die im HBPG ab 7. Juni die Ausstellung „Brandenburg – Bilder und Geschichten“ kuratieren wird, widmete sich dem Hobbyhistoriker Fontane, der bei seinen „Wanderungen“ durch die Mark weniger an nüchterner Geschichtsdarstellung interessiert war, sondern das „schön Menschliche“ in den Vordergrund stellte und darauf achtete, dass „das erzählerische Moment zu seinem Recht kommt“.

3000 Seiten Kriegsberichte

Die Germanistin Gabriele Radecke, die seit 2011 an der Universität Göttingen Fontanes Notizbücher digitalisiert und erforscht, demonstrierte anhand einiger Beispiele Fontanes Recherche-Praxis für die Wanderungen. Der Historiker Harald Fritz Potempa vom Zentrum der Militärgeschichte der Bundeswehr stellte die etwa 3000 Seiten umfassende Kriegsberichterstattung Fontanes vor. Und zum Abschluss wandte sich der Schriftsteller Roland Lampe noch einmal dem jungen Fontane zu, der im Revolutionsjahr 1848 als Apotheker im Bethanien-Krankenhaus in Berlin-Kreuzberg eine Arbeit aufnahm.

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