Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kultur Goldene Kamera: Wenn Kino-Königinnen und Newcomer jubeln
Nachrichten Kultur Goldene Kamera: Wenn Kino-Königinnen und Newcomer jubeln
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:23 07.02.2016
In der ersten Reihe: Die Preisträger Dunja Hayali (l-r), Julianne Moore, Helen Mirren und Maria Simon. Quelle: Christian Charisius
Anzeige
Hamburg

Gerührte Stars, gesungene Lobreden und Gänsehautmomente: Die 51. Verleihung der Goldenen Kamera in Hamburg hat mit großen Gefühlen und Glitzer geglänzt.

Einen Höhepunkt lieferte Hollywood-Star Helen Mirren ("Die Queen") mit ihrer Dankesrede. Die Königin des Kinos nahm am Samstagabend mit einem Freudenschrei die Trophäe entgegen, die sie wie die Band The Beach Boys für ihr Lebenswerk bekam. "Nicht nur die Nachwuchsschauspieler sind aufgeregt, diesen Preis zu bekommen", sagte die 70-Jährige.

Damit würdigte die Oscarpreisträgerin einen der emotionalsten Momente des Abends. Jungschauspieler Edin Hasanović, der ahnungslos im Publikum saß, wurde von Sängerin Namika ("Lieblingsmensch") bei ihrer Darbietung mit dem Preis als bester Nachwuchsschauspieler überrascht. Der aus Bosnien-Herzegowina stammende Newcomer rührte das Publikum mit seiner Rede und den Worten: "Ich brenne für diesen Beruf!"

Auf Bosnisch machte er ganz überwältigt seiner Mutter noch eine Liebeerklärung: "Mama, ich liebe dich am meisten auf der Welt." Der 23-Jährige war als Flüchtling nach Deutschland gekommen und zeigt Solidarität mit Menschen, die derzeit vor Krieg und Gewalt fliehen.

Für ihre objektive Berichterstattung über die Flüchtlingskrise wurde TV-Journalistin Dunja Hayali mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Nicht wie angekündigt in großer Robe, aber dafür mit eindringlichen Worten, trat die in Deutschland geborene Tochter irakischer Auswanderer auf der Bühne in Erscheinung. "Journalisten werden auf der Straße angegriffen, glaubt eigentlich jemand, dass das etwas bringt?", fragte die ergriffene 41-Jährige. "Seien sie offen!", appellierte sie an die Zuschauer. Die mehr als 1000 Gäste riss sie damit von den Sitzen.

Auch Maria Simon, die an ihrem 40. Geburtstag für ihre Rolle einer Amokläuferin in "Silvia S. - Blinde Wut" von der Jury als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde, wollte ein politisches Statement setzen. Weil sie laut eigener Aussage nicht gut vor Publikum reden kann, sang sie ihren Beitrag zum Weltfrieden lieber. Ihre musikalische Darbietung sorgte für teils überraschte Gesichter.

In der Kategorie "Beliebtester Showmaster" räumte Günther Jauch die Trophäe ab. Der "Wer wird Millionär?"-Moderator freute sich, dass er damit bei der Anzahl der Goldenen Kameras mit Thomas Gottschalk gleichziehen konnte, der die Verleihung zum 13. Mal moderierte.

Insgesamt gab es diesmal zwölf Preisträger. Darunter war Helene Fischer mit dem besten Music-Act 2015 - per Schalte gratulierte ihr die Handball-Nationalmannschaft der Herren. Der Chor der EM-Gewinner sang, wie Fischer selbst für die Fußball-Nationalmannschaft nach dem WM-Sieg im vergangenen Jahr, den Hit "Atemlos" - nur mit verändertem Text. "Bestimmt haben schon viel Männer für Dich falsch gesungen, aber so schön war es noch nie", sagte Gottschalk.

Schöne Momente aus ihrer Filmkarriere gab es für Hollywood-Star Julianne Moore ("Still Alice") noch einmal zu sehen. Sie wurde als beste Schauspielerin International mit einer Goldenen Kamera geehrt und sorgte mit ihrer schwarzen langen Samtrobe für viel Glamour bei der Gala. Als bester Schauspieler International bekam Frauenschwarm Gerard Butler ("P.S. Ich liebe dich") die Trophäe von seinem langjährigen Schauspielkollegen und Freund Til Schweiger übergeben, der den Hollywoodstar liebevoll "Gerry" nannte. "Gerry" überzog seine Redezeit mit Anekdoten über sich und den deutschen Filmemacher.

dpa

Filmemacher Alejandro González Iñárritu hat für "The Revenant" den Preis für den besten Film des Jahres gewonnen. Es ist Iñárritus zweiter Sieg in Folge, und jetzt fragen sich alle: Was heißt das für die Oscars?

07.02.2016

Wie stark bläst der Wind? Die Jecken im Rheinland warten gespannt auf jede neue Wetterprognose. Denn sie müssen sich überlegen, ob sie die Rosenmontagszüge wegen des heranziehenden Sturmtiefs absagen.

07.02.2016

Der Pixar-Film "Alles steht Kopf" ("Inside Out") ist bei der Verleihung der Annie Awards für Animationsfilme als bester Film des Jahres geehrt worden. Er setzte sich am Samstagabend (Ortszeit) in Los Angeles gegen "Anomalisa", "Shaun das Schaf", "Arlo & Spot" und "Die Peanuts" durch.

07.02.2016
Anzeige