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Kultur HOT-Intendant wehrt sich gegen Vorwürfe
Nachrichten Kultur HOT-Intendant wehrt sich gegen Vorwürfe
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10:06 30.09.2016
Intendant Tobias Wellemeyer Quelle: foto: dpa
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Potsdam

Der Intendant des Potsdamer Hans-Otto-Theaters (HOT), Tobias Wellemeyer (55), wehrt sich gegen Kritik einzelner Ensemblemitglieder an seinem Führungsstil. „Von den Behauptungen, mit denen der Beitrag in der MAZ vom 28. 9. 2016 meine Theater- und Leitungstätigkeit und auch mich als Person charakterisiert, distanziere ich mich mit Nachdruck“, so Wellemeyer in einer öffentlichen Erwiderung. „Der Beitrag möchte mir ein Weltbild unterstellen, in dem ’überall angestaute Wut, stille Verbitterung und apokalyptische Abgründe lauern’, und suggeriert, die Theaterarbeit des Hans-Otto-Theaters sei ein Spiegel meiner privaten Befindlichkeiten.“

Das Arbeitsklima am Theater sei in der MAZ falsch dargestellt worden

Unterstützung erhält Wellemeyer in einer „Stellungnahme des Ensembles“, bei der allerdings unklar bleibt, wer darin für wen spricht: MAZ-Autor Karim Saab habe das Arbeitsklima am HOT „falsch“ dargestellt. „Seine scheinbar besorgte Recherche verfolgt deutlich erkennbar nichts anderes als die Absetzung des Intendanten, einen Wechsel der künstlerischen Linie des Hauses und einen daraus folgenden Wechsel des Schauspielensembles. Das Ensemble des HOT steht hinter seinem Intendanten Tobias Wellemeyer.“ Rückendeckung erhält der Intendant auch von der Potsdamer Regisseurin Marita Erxleben, die regelmäßig am HOT arbeitet. „Die Atmosphäre empfinde ich als herzlich, tolerant und inspirierend.“

Auch die Politik reagiert auf die Vorwürfe

Hintergrund des von den Künstlern kritisierten Beitrags sind Aussagen von Ensemblemitgliedern über das interne Klima im HOT. Die Schauspieler wollten nur unter der Bedingung reden, dass ihre Namen nicht in dem Beitrag auftauchen – weil sie Nachteile für sich fürchteten. Die Grünen schlagen in der nächsten Stadtverordnetenversammlung einen Workshop zur Zukunft des HOT vor, kündigte Janny Armbruster an, die für die Partei im Kulturausschuss sitzt. Der Workshop sei auch mit Blick auf die zum Jahreswechsel anstehende Entscheidung über eine Vertragsverlängerung für Wellemeyer wichtig, so Armbruster. Das Rathaus will die Vorgänge nicht kommentieren, so Sprecherin Christine Homann. Der Vertrag des Intendanten laufe noch bis Juli 2018. Die Zusammenarbeit mit dem HOT sei gut, zum Beispiel bei der Veranstaltung „Stadt für eine Nacht“.

Von MAZonline

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