Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kultur Hartmut Dorgerloh zum Generalintendanten gewählt
Nachrichten Kultur Hartmut Dorgerloh zum Generalintendanten gewählt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:44 16.05.2018
Einstimmig zum Generalintendanten des Humboldt Forums gewählt: Hartmut Dorgerloh mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Der Stiftungsrat der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss hat am Dienstag auf seiner Sitzung unter Vorsitz der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters (CDU), einstimmig Hartmut Dorgerloh zum Generalintendanten des Humboldt Forums gewählt. Dorgerloh ist bislang Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) in Potsdam und soll sein Amt im Humboldt Forum zum 1. Juni 2018 antreten. Dorgerloh, der im März von Grütters auf Empfehlung der Gründungsintendanten Neil MacGregor, Hermann Parzinger und Horst Bredekamp vorgeschlagen wurde, ist für die Dauer von fünf Jahren berufen worden.

Grütters lobt ihn als „hochqualifizierten Kulturmanager“

Monika Grütters pries Dorgerloh als „hochqualifizierten Kulturmanager“. Er sei einerseits Intellektueller, andererseits auch Umsetzer, ein „erfolgreicher Praktiker mit hoher eloquenter Vermittlungskompetenz“. Dorgerloh sei bestens vernetzt, „seit vielen Jahren begleitet er das Projekt und weiß, worauf er sich einlässt.“ Er solle das Humboldt Forum, das Ende 2019 ins fertiggestellte Berliner Stadtschloss zieht, „zu einem pulsierenden und strahlenden Ensemble im Herzen Berlins machen“, sagte Grütters.

Lange hatte die Staatsministerin nach einem weltweit renommierten Aushängeschild für das ehrgeizige Mammutprojekt gesucht. Denn das Humboldt Forum, direkt gegenüber der Museumsinsel im Herzen Berlins gelegen, soll nicht nur ein Ausstellungshaus werden, sondern auch eine „internationale Dialogplattform für globale kulturelle Ideen“, wie es im Koalitionsvertrag der Bundesregierung heißt. Kostenpunkt: 600 Millionen Euro. Grütters betonte, es handele sich um das derzeit „bedeutendste Kulturvorhaben in Deutschland“.

Zwei Sonderinvestitionsprogramm an Land gezogen

Dorgerloh, 55 Jahre alt, hat bei der Schlösserstiftung in Potsdam (550 Mitarbeiter, 750 Hektar Parkanlagen, 30 Museumsschlösser) seine Managementqualitäten bewiesen. Der promovierte Kunsthistoriker, Denkmalpfleger und Kulturmanager ist seit 2002 Generaldirektor der SPSG. In den vergangenen Jahren hat er dort zwei Sonderinvestitionsprogramme für die preußischen Schlösser und Gärten mit auf den Weg gebracht, die zu den bundesweit größten Sanierungsvorhaben gehören.

Schloss, Palast der Republik, Humboldt Forum

Dorgerloh sagte gestern, es sei die komplexe und spannungsreiche Geschichte des Ortes gewesen, die ihn für das große Projekt Humboldt Forum von Anfang an eingenommen habe. „Dort, wo das Schloss der Hohenzollern und der Palast der Republik standen, eine ganz neue und besondere, lebendige und dialogfreudige Freistätte der Kunst und Wissenschaften für das 21. Jahrhundert in unmittelbarer Nachbarschaft der Museumsinsel zu etablieren, ist eine Herausforderung, auf die ich mich außerordentlich freue und die ich gern annehme“, so Dorgerloh.

Mit dem Humboldt Forum entsteht Ende 2019 ein neues kulturelles Stadtquartier in der Mitte Berlins. Durch das Zusammenführen großer Sammlungen mit bedeutenden Exponaten, darunter spirituelle Objekte und Kunstwerke aus Asien, Afrika, Amerika, sowie in vielfältigen Veranstaltungen soll das Forum zu neuen Erkenntnissen über die Welt von gestern, heute und morgen anregen.

Das koloniale Erbe wiegt schwer

Das Humboldt Forum freilich gilt als kompliziertes Geflecht politischer Interessen. Nicht nur vier Ministerien und der Bundestag reden mit, auch der Förderverein, eine Bau- und eine Kulturstiftung. Vor allem aber bei den künftigen Nutzern blockieren Engstirnigkeit, Eifersüchteleien und Kompetenzgerangel den großen Aufbruch. So fürchtete die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, den Zugriff auf ihre Sammlung zu verlieren. Sie wird mit ihrer ethnologischen und asiatischen Sammlung auf 23 000 Quadratmetern die mit Abstand größte Fläche bespielen. Das Land Berlin, neben der Humboldt-Universität dritter Nutzer, lehnte die von Grütters gewünschte Führung „aus einem Guss“ durchweg ab und handelte sich einen Sonderstatus aus.

Die größte Herausforderung für das Humboldt Forum ist allerdings der künftige Umgang mit dem kolonialen Erbe. Viele der Ausstellungsstücke stammen aus der Zeit, in der auch Deutschland sich an den Schätzen in seinen Kolonialgebieten bereicherte. Dorgerloh betonte gestern nach seiner Ernennung zum Chef des Forums, dass er sich dieser Frage mit Nachdruck widmen wollte. Auch wenn er in dieser Problematik nicht als Fachmann gilt.

Von Lars Grote

Wie wurden Han Solo und der Wookie Chewbacca eigentlich Freunde? Und wie genau nochmal kam Solo an Lando Calrissians Raumschiff, den Millennium Falken? Diese und weitere Fragen beantwortet Ron Howad in „Solo – A Star Wars Story“ (Kinostart: 24. Mai). Aber wollen wir das auch wirklich wissen?

16.05.2018
Kultur „Fegefeuer der Eitelkeiten“ - US-Schriftsteller Tom Wolfe stirbt mit 88 Jahren

Der US-Schriftsteller und Journalist Tom Wolfe ist tot. Er starb schon am Montag im Alter von 88 Jahren im Krankenhaus. Zu seinen bekanntesten Werken gehört der Roman „Fegefeuer der Eitelkeiten“.

15.05.2018

Familie ist was Wunderbares – auch für Superhelden. „Deadpool 2“ (Kinostart am 17. Mai) lehrt den Haudrauf mit den Samuraischwertern Vaterpflichten und Gemeinschaftsgeist.

15.05.2018
Anzeige