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Kultur „Haus Blaues Wunder“ für Kinder ab sechs
Nachrichten Kultur „Haus Blaues Wunder“ für Kinder ab sechs
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17:24 07.10.2018
Sie erleben ihr Blaues Wunder: Herr Pfefferkorn (Julian Mehne, l.) und Herr Goldbeutel (Peter Wagner) Quelle: HOT/Thomas M. Jauk
Potsdam

Im Kinder- und Jugendtheater in Potsdam bleibt alles beim Alten. Hier bedeutet die neue Intendanz keine Wachablösung. Die 25 Ensemble-Schauspieler sollen sich auch weiterhin auf die Aufführungen für Erwachsene konzentrieren. Die Stücke für Kinder ab sechs, neun oder 13 Jahre werden in der Regel mit Gästen besetzt.

Einige von ihnen sind gute alte Bekannte. Etwa der groß gewachsene Peter Wagner, der in „Haus Blaues Wunder“ den stolzen Herrn Geldbeutel im weißen Anzug spielt. Das Stück von Ingeborg von Zadow für Kinder ab sechs feierte am Samstag in der Reithalle Premiere.

Der Dialog erzählt, wie sich zwei betrogene Männer in die Haare kriegen. Jeder hat einen gültigen Kaufvertrag. Ein Krimineller hat das Haus am Meer doppelt verkauft und ist über alle Berge. Dabei wollten sich die beiden Herren einen Lebenstraum erfüllen.

Bühne (Jan Lehmann), Kostüme (Cornelia Just) und Inszenierung (Ulrike Müller) funktionieren wie eine Popart-Karikatur. Drei weiße Wölkchen stehen am blauen Himmel, darunter das drehbare Skelett eines Hauses. Wenn es regnet, fällt Reis vom Schnürboden, wenn es hagelt, Tischtennisbälle.

Die unfreiwilligen Konkurrenten sind angelegt wie ein Komiker-Paar. Peter Wagner und Julian Mehne haben hohe Stirnglatzen und tragen Unterhemden unter ihrem Anzug. Der schwarz gekleidete Herr Pfefferkorn führt in einem kleinen Köfferchen sein ganzes Hab und Gut mit sich. Er hat alles veräußert, um sich das Haus leisten zu können, das er mit einem Eichhörnchen teilen möchte (Benno Lehmann in einer wenig zwingenden, stummen Rolle mit kleinen musikalischen Einlagen). Geldbeutel dagegen ist reich und hat, wie sich herausstellt, für das Objekt der Begierde das Doppelte bezahlt. Weil er meint, „dass man alles haben sollte, was man vielleicht braucht“, bekommt er bald viele Umzugskartons geliefert.

Die Groteske handelt weniger auf einer argumentativen Ebene. „Das ganze Leben ist ungerecht, wissen Sie das nicht“, sagt ausgerechnet der Arme zum Reichen. Aber die Spielfreude der beiden Männer, die sich dann doch zu einer (pädagogisch angestrebten) Kooperation durchringen, sorgt für gute Laune.

Nächste Aufführungen:14. Okt., 18 Uhr. Reithalle. Schiffbauergasse Potsdam. Karten unter 0331/98118.

Von Karim Saab

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