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Helena Hufnagels Heldin Isi sucht den Lebenssinn

Kino: Einmal bitte alles Helena Hufnagels Heldin Isi sucht den Lebenssinn

Helena Hufnagel schickt eine junge Frau in „Einmal bitte alles“ (Kinostart: 20. Juli) auf Sinnsuche. Luise Heyer glänzt als 27-jährige Isi, für die sich das Glück in Liebe, Leben, Job nicht so recht einstellen will.

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Amüsiert euch nur: Isi (Luise Heyer, links) kann dem Frohsinn der Freundinnen nichts abgewinnen. Die Lebenskrise macht sie überdies durstig.

Quelle: Der Filmverleih

Hannover. Mit 30 ist das Leben vorbei. Zumindest glaubt Isi das (ganz stark: Luise Heyer), die tragikomische Heldin in Helena Hufnagels „Einmal bitte alles“. Bisher hat sich die 27Jährige noch recht „erfolgreich“ gegen das Erwachsenenwerden gesträubt. Ihr Studium als Illustratorin hat sie immerhin abgeschlossen, doch nun kassiert sie endlos Absagen für Praktika. Auch ihr Traum von einer eigenen Graphic Novel droht zu platzen. Und in Sachen Liebe gerät sie von einer kurzfristigen Beziehung in die nächste. Mit alldem hat sie sich aber dank Lotte (Jytte-Merle Böhrnsen) arrangiert, ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin, die ein ähnlich unstetes Leben führt.

Schlimm, wenn’s der besten Freundin besser geht

Dann bricht Isis Welt zusammen: Erst verliert sie den hart erkämpften Praktikumsjob in einem Verlag, von dem sie sich viel versprochen hat. Noch schlimmer ist jedoch, dass sich Lotte schwer in einen lebenslustigen Italiener verliebt, dann auch noch eine attraktive Anstellung findet und ihr Leben zum Erfolg umkrempelt.

Dadurch verliert Isi ihren Halt, versucht ihr Glück in der Flucht und gerät dabei in die Chaos-WG des Musikers Klausi (Maximilian Schafroth). So schlittert sie in eine ausgewachsene Lebenskrise, die in diesem Film zum Glück nicht allzu düster daherkommt, sondern auch amüsante Züge trägt. Sogar ein Happyend deutet sich überraschenderweise an.

Karrieretypen kommen schlecht weg

Dass Regisseurin Hufnagel (Jahrgang 1985) nur wenige Jahre älter ist als ihre Protagonistin, merkt man diesem Film an. Glaubhaft ist die Figur gezeichnet, ihr gehören dann auch die ganzen Sympathien der Filmemacherin, während die Karrierekerle, mit denen Isi zu kämpfen hat, naturgemäß schlecht wegkommen. Gelungen ist ihr so zwar kein perfektes, aber doch das überaus liebenswerte Porträt einer jungen Frau, die auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist. Die pure, trotzige Lust am Leben ist hier zu spüren.

Von Ernst Corinth / RND

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