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Herzlichen Glückwunsch, Queen Elizabeth II.

Queen Elizabeth II. wird heute 90 Jahre alt Herzlichen Glückwunsch, Queen Elizabeth II.

Seit 64 Jahren sitzt Queen Elizabeth II. auf Englands Thron und so fit wie ist, wird sie wohl noch ein paare Jahre die Krone tragen. Am heutigen Donnerstag feiert die Queen ihren 90. Geburtstag – mit einem wahren Feiermarathon. Wir nennen ein paar Fakten über die Queen, mit der sie in jeder Diskussion glänzen können.

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Queen Elizabeth II.

Quelle: EPA

London. Eigentlich wird die Queen erst am heutigen Donnerstag 90 Jahre alt. Doch England befindet sich schon seit einigen Tagen im Feierrausch. Und so gab es schon vorab einige Glückwünsche für die Queen. Am Mittwoch zeigte sich Elizabeth II. in Windsor kurz ihren Untertanen - in einem pinkfarbenen Kostüm samt Hut im gleichen leuchtenden Farbton. Bei strahlendem Wetter spielte eine Kapelle „Happy Birthday“.

Elizabeth II. geht nie ohne Hut aus dem Haus

Queen Elizabeth II. liebt Kleider in leuchtenden Farben, sperrige Handtaschen und geht nie ohne Hut außer Haus. In die Politik mischt sich die Königin nicht ein. Ihre Reden sind wenig mitreißend. Doch im Palast heißt es über das britische Staatsoberhaupt: „She is very much at the helm“ - Sie hat das Steuer fest in der Hand.

Am 21. April wird die Queen 90 Jahre - sie ist die älteste Königin der Welt, nie zuvor hat ein britischer Monarch ein solches Alter erreicht. Gemeinhin gehen 90-Jährige ihre Feiern eher etwas ruhiger an - nicht so die Queen. Sie feiert gleich dreimal. Im April in eher privater Runde , im Mai mit großem Spektakel auf Schloss Windsor und im Juni in der britischen Hauptstadt mit Parade auf der Prachtstraße „The Mall“ .

So wurde die Queen 90 Jahre alt

Queen Elizabeth II. wird 90 - doch das Alter sieht man ihr kaum an. Auch ihr Arbeitspensum ist enorm: Im vergangenen Jahr bewältigte sie 330 öffentliche Veranstaltungen, einschließlich einer anstrengenden Deutschland-Tour. Dies sind ihre mutmaßlichen Rezepte fürs gesunde Altern.

- Gute Gene: Ihre Mutter „Queen Mum“ wurde 101. Die Veranlagung, alt zu werden, vererbt sich häufig.

- Rauchen: Nikotin mag sie nicht, sagt Ex-Pressesprecher Dickie Arbiter dem Sender. „Das ist etwas, was sie einfach nicht gereizt hat.“

- Alkohol: Die Queen trinkt sehr maßvoll, so Arbiter. Wenn sie zum Glas greift, dann nur für einen Drink. „Zwei sind sehr selten.“

- Ernährung: Die Queen isst sehr diszipliniert. Zum Abendessen keine Kartoffeln, kein Reis, keine Pasta.

- Sport: Wenn sie auf Schloss Windsor ist, reitet sie ein oder zwei Mal die Woche. Und sie geht mindestens einmal am Tag mit den Hunden spazieren.

- Stress: Ist für sie wohl kein großes Problem. Sie macht ihren Job einfach schon zu lange, mutmaßt der ehemalige Sprecher.

- Ehe: Ihre Ehe mit Prinz Philip gilt als harmonisch. Ihr Gatte sei ihre wichtigste Stütze, betont sie. Mediziner halten ein gutes Zusammenleben mit einem Partner für ein echtes Gesundheitselixier.

Am Freitag bekommt das Geburtstagskind Besuch von Barack Obama

Am eigentlichen Geburtstag, dem 21. April, geht es eher gemächlich zu: auf dem Programm steht ein Spaziergang. Schon am Tag darauf macht der Queen kein Geringerer als US-Präsident Barack Obama seine Aufwartung in Schloss Windsor. Worüber die beiden wohl reden - über Donald Trump, über das Brexit-Referendum in Großbritannien? Der Haken ist: Die Queen gibt keine Interviews, niemals. Daher wissen die Untertanen nicht, was ihre Königin wirklich denkt.

Wie wird die Queen richtig begrüßt und angesprochen?

Etwa zum Thema „Begrüßung der Queen“. Zwar heißt es, eigentlich gebe es keine feste Regeln. „Doch viele Leute wollen die traditionelle Form der Begrüßung einhalten. Für Männer heißt das der Diener (nur der Kopf), die Frauen machen einen Knicks.“ Die korrekte Anrede sei „Your Majesty“, danach möge man bitteschön „Ma’am“ sagen. Als etwa Michelle Obama vor ein paar Jahren das Tabu brach und die Queen leicht umarmte, löste das eine längere Debatte aus. Bisher galt immer: Berühren verboten!

Die Thronfolge

Thronfolger der seit 1952 in Großbritannien regierenden Queen Elizabeth II. ist ihr ältester Sohn Prinz Charles. An zweiter Stelle steht sein ältester Sohn William, gefolgt wiederum von dessen Sohn, dem am 22. Juli 2013 geborenen Prinzen George. Seine kleine Schwester Charlotte überholte mit ihrer Geburt am 2. Mai 2015 in der Thronfolge Onkel Harry, denn bei den Windsors haben Prinzen in der Thronfolge keinen Vorrang mehr vor Prinzessinnen. Der jüngere Bruder von William rutscht damit auf Rang fünf.

Was Sie beachten müssen, wenn Sie der Queen einen Brief schreiben

Man kann der Queen auch einen Brief schreiben. Adresse: Buckingham Palace. Als Unterschrift hätte der Palast gern die Formulierung: „I have the honour to be, Madam, Your Majesty’s humble and obedient servant.“ Auf deutsch: „Ich habe die Ehre, Madam, Ihrer Majestät demütiger und ergebener Diener zu sein.“

Die Queen musste als Kind London verlassen

Was hat die Queen nicht schon erlebt, was hat sie nicht schon durchgemacht! Als Kind musste sie wegen der deutschen Bombardierungen London verlassen, die meiste Zeit lebte sie in Windsor. Dafür tanzte sie inkognito auf den Straßen, als die Deutschen im Mai 1945 kapitulierten.

Acht Dinge über die Queen, die Sie noch nicht wussten

1. Die Queen braucht keinen Pass, weil sie selbst diejenige ist, in deren Namen Pässe ausgestellt werden. Sie muss also nur ihre eigene Identität feststellen.

2. Der Queen gehören formal sämtliche Schweinswale, Delfine, Tümmler, und Störe in britischen Gewässern. Der Erlass von 1324 ist noch gültig. Außerdem hat sie ein Anrecht auf alle Schwäne, das auf das 12. Jahrhundert zurückgeht.

3. Die Queen hat während ihrer Regentschaft bisher 129 Länder besucht.

4. Die Queen war das erste Staatsoberhaupt, das eine E-Mail versandte. Am 26. März 1976 schickte Elizabeth von Malvern in England aus eine elektronische Nachricht über Arpanet, einen Vorgänger des Internets. Ihre E-Mail-Adresse lautete „HME2“ - die englische Abkürzung für „Ihre Majestät, Elizabeth II.“.

5. Die Queen und ihr Mann, Prinz Philip, haben dieselbe Ururgroßmutter: Beide sind nämlich Ururenkel von Queen Victoria.

6. Die Queen hat seit ihrer Krönung sieben Päpste, elf US-Präsidenten und zwölf britische Premierminister in ihren Ämtern erlebt.

7. Die Queen ist das einzige amtierende Staatsoberhaupt, das noch in Uniform im Zweiten Weltkrieg gedient hat. Im Rang eines Unterleutnants arbeitete sie in der Frauenabteilung der britischen Armee.

8. Die Queen hat bisher für 139 offizielle Porträts still gesessen.

Prinz Philip wird im Juni 95 Jahre alt

Sie war ein blutjunges Mädchen, als sie „ihren Prinzen“ kennenlernte - und ins Schwärmen geriet. Seit sage und schreibe 68 Jahren ist sie mit Prinz Philip verheiratet, einem Spross aus dem Hause Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. Sie sagt, er sei ihr immer eine Stütze. Er beklagte sich mitunter über seine Rolle als „Mann an ihrer Seite“. Wenn im Juni in London die ganz große Queen-Feier steigt, wird Philip 95 (10. Juni).

Zur Krönung der Queen kauften sich viele Deutsche einen Fernseher

Elizabeth war 23, als ihr Vater starb. Als sie 1953 gekrönt wurde, kauften sich auch viele Deutsche eigens einen Fernseher, um mit dabei zu sein. Ein Dutzend Premierminister hat sie erlebt, von Winston Churchill bis David Cameron. Alle haben allwöchentlich bei ihr auf dem Sofa gesessen und von ihren Amtsgeschäften geplaudert. Es heißt, am schlechtesten habe sie sich mit Margaret Thatcher vertragen.

Es gibt auch Kritik an der Queen

Doch trotz aller Sympathie und Liebe der Untertanen - macht die Queen auch nur den kleinsten Fehltritt, sind die Briten unerbittlich mit ihrer Kritik. Zum Beispiel: Zum Abschluss und Höhepunkt der Geburtstagsfeiern lädt die Queen Anfang Juni zum Mittagessen auf der Prachtstraße The Mall ein. 10.000 Gäste werden erwartet, an langen Tisch werden sie sitzen, „hamper style“, nennt das der Palast, Essen aus dem Picknickkorb, serviert vom Warenhaus Marks&Spencer.

Doch als herauskam, dass die Gäste 150 Pfund für das eher frugale Lunch zahlen müssen, hagelte es Kritik. „Der 90. Geburtstag der Queen droht zum royalen PR-Desaster zu werden“, ätzte etwa die Zeitung „The Independent“.

Die Queen versucht seit dem Tod von Diana offener zu sein

Was den Umgang mit der Öffentlichkeit angeht, so hat die Queen dazugelernt. Im Spätsommer 1997 kam ihre geschiedene Schwiegertochter Diana bei einem Autounfall in Paris ums Leben. Zu wenig Trauer und Gefühl soll sie damals an den Tag gelegt haben, die Untertanen reagierten mit Unverständnis und Kopfschütteln, die Medien mit beißender Kritik, kurzzeitig schien die Monarchie ins Wanken zu geraten.

Seitdem gibt sich die Queen, so Insider, weicher, zugänglicher, wendet sich bei öffentlichen Auftritten dem Volk zu, winkt mehr als früher, lächelt mehr als früher.

Ob die Queen noch einmal Deutschland besucht ist unsicher

Die Queen wird 90, „obwohl sie nicht daran erinnert werden will“, wie aus dem Palast verlautet. Sie habe mitunter Rückenschmerzen, heißt es hinter vorgehaltener Hand. Doch Langlebigkeit liegt ihr vermutlich in den Genen - ihre Mutter wurde 101.

Ob sie noch einmal nach Deutschland kommen wird, ist ungewiss. Erst im Sommer 2015 tourte sie durch die Bundesrepublik, Höhepunkte waren eine Fahrt auf der Spree und ein bewegender Besuch im Konzentrationslager Bergen-Belsen.

Von dpa

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