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Historikerin Lyndal Roper bekommt Gerda Henkel Preis

Wissenschaft Historikerin Lyndal Roper bekommt Gerda Henkel Preis

Der Gerda Henkel Preis ist eine der am höchsten dotierten Auszeichnungen für Geisteswissenschaftler. Dieses Jahr geht er an die Oxford-Historikerin Lyndal Roper. Sie hat unter anderem über Luthers Leibesfülle geforscht.

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Luther-Expertin Lyndal Roper wird geehrt.

Quelle: John Cairns

Düsseldorf. Für ihre Forschungen zu Martin Luther und dem Reformationszeitalter erhält die Historikerin Prof. Lyndal Roper den mit 100 000 Euro dotierten Gerda Henkel Preis 2016.

Damit würden die besonderen Leistungen der in Oxford lehrenden Roper (60) auf dem Gebiet der Geschichte der frühen Neuzeit gewürdigt, teilte die Gerda Henkel Stiftung in Düsseldorf mit. "Ihre jüngsten Studien zur Biografie Martin Luthers werden im Lutherjahr 2017 sicherlich den Verlauf der Debatte über den Reformator nachdrücklich mitbestimmen", hieß es in der Jury-Begründung. Kürzlich erschien Ropers englischsprachige Biografie "Martin Luther. Renegade and Prophet".

Die australisch-britische Historikerin hat nach Ansicht der Jury "bahnbrechende Arbeiten" zur Sozial-, Geschlechter-, Psycho- und Körpergeschichte vorgelegt, darunter Untersuchungen über Hexerei und Hexenverfolgung. In ihrem Buch "Der feiste Doktor" (2012) ging Roper etwa der Frage nach, welche symbolische Bedeutung Luthers Leibesfülle im damaligen religiösen Kontext hatte.

Der Gerda Henkel Preis wird alle zwei Jahre für herausragende Leistungen im Bereich der historischen Geisteswissenschaften vergeben. Roper nimmt den Preis am 7. November in Düsseldorf entgegen.

Die Gerda Henkel Stiftung feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Sie förderte seit ihrer Gründung 1976 weltweit rund 6400 Forschungsprojekte mit mehr als 140 Millionen Euro, darunter den Erhalt des kulturellen Erbes in Krisengebieten wie Syrien oder Mali, aber auch die Reparatur der beschädigten Tutanchamun-Maske.

Frühere Preisträger sind unter anderem der Ägyptologe Stephan Seidlmayer, der Historiker Jürgen Osterhammel und die Islamwissenschaftlerin Gudrun Krämer.

dpa

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