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„Homeland“-Dreh ist absolute Geheimsache

US-Stars in Berlin-Brandenburg „Homeland“-Dreh ist absolute Geheimsache

Fans der amerikanischen Thriller-Serie haben so gut wie keine Chance, einen Blick auf die “Homeland“-Stars werfen. Der TV-Sender hat eine Nachrichtensperre verhängt und Journalisten müssen eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben. Nichts darf nach draußen dringen. Erste Folgen werden schon bald ausgestrahlt – parallel zu den Dreharbeiten.

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In Bedrängnis: CIA-Agentin Carrie Mathison (Claire Danes).

Quelle: Verleih

Potsdam. Der Krieg gegen den Terror wird bekanntlich seit dem 2. Juni aus Brandenburg und Berlin geführt. Die komplette fünfte Staffel der preisgekrönten amerikanischen Thriller-Serie „Homeland“ entsteht in der Region, aber Fans haben so gut wie keine Chance, einen Blick auf die Hauptdarstellerin Claire Danes zu werfen, die die Rolle der psychisch angeschlagenen Agentin Carrie Mathison spielt. Der Dreh ist absolute Geheimsache, nichts darf nach außen dringen, die amerikanischen Produzenten Fox 21 und der Kabelsender Showtime haben eine Nachrichtensperre verhängt. Als in der vergangenen Woche Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller das Set am Wannsee besuchte, mussten Journalisten eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben. Weder über die Kostüme, die Set-Bauten noch die Handlung durfte berichtet werden.

Noch bis Mitte November soll gedreht werden, 45 Millionen Dollar werden für die Produktion der zwölf Folgen in der Region ausgegeben. Gearbeitet wird mit großer Logistik und unter hohem Zeitdruck. Schließlich startet bereits im Oktober die Ausstrahlung im US-Fernsehen, noch während der Dreharbeiten. Hierzulande können „Homeland“-Fans ab Anfang Oktober auf Streamingdienste zugreifen, wenn sie nicht bis zur TV-Ausstrahlung 2016 warten wollen. An zwei, drei Orten wird pro Drehtag gefilmt, sonst wäre das Pensum nicht zu schaffen. 500 Mitarbeiter - Schauspieler, Beleuchter, Techniker, Caterer, Komparsen – sind seit Juni beschäftigt. Insgesamt stehen 200 Locations im Drehplan, darunter Nauen, Rüdersdorf und der Flughafen BER Schönefeld. Studio Babelsberg ist ausführende Produktionsfirma und verantwortlich für die Umsetzung aller Folgen der fünften Staffel. Auf dem Studiogelände befindet sich das Produktionsbüro, sämtliche logistische Fragen von der Buchhaltung bis zur Drehgenehmigung laufen dort zusammen. Und in den Ateliers bauen die Handwerker an Sets, die dann an die Drehorte gefahren werden. Aber auch feste Settings sind in den Studios etabliert, wie Studio-Babelsberg-Vorstand Christoph Fisser am Dienstag sagte. Fünf Studios seien belegt.

Dass „Homeland“ hierzulande gedreht wird, war keineswegs sicher. Christoph Fisser berichtet über „harte Verhandlungen“. Das Medienboard Berlin-Brandenburg fördert „Homeland“ mit einer Million Euro. An anderen Standorten wie etwa Zagreb hätten die Produzenten rund acht Millionen Euro bekommen. Deutschland sei das einzige Land in Europa, dass keine Förderung serieller Formate vorsieht, so Fisser. Nun hofft Studio Babelsberg auf das Bundeswirtschaftsministerium. Sigmar Gabriel hatte sich auf der Berlinale sehr wohlwollend zu diesem Thema geäußert. „Um längerfristig vom Boom der Fernsehserien zu profitieren, brauchen wir ein Förderinstrument“, sagt Fisser. Und: „Wir haben mehrere Drehbücher für eine Serie auf dem Tisch, die in Berlin spielt. Und die würden wir natürlich gerne machen.“

Berlin hat übrigens den Jahresetat des Medienboard um 1,5 Millionen Euro aufgestockt. Brandenburg zieht nach und erhöht um 500 000 Euro, wie die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, Andrea Beyerlein, am Dienstag bestätigte.

Von Claudia Palma

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