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Kultur Horst Krause bringt „Der Postmeister“ mit
Nachrichten Kultur Horst Krause bringt „Der Postmeister“ mit
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11:04 16.12.2015
Hilde Krahl und Heinrich George im Melodram „Der Postmeister“, das am Freitag im Filmmuseum Potsdam gezeigt wird. Quelle: foto: united Archives/IFTN
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Potsdam

Unser Gespräch beginnt Horst Krause mit einem drolligen Witz – „für die gute Laune“ – über einen stotternden Kohleausfahrer. Gemütsmäßig scheint die Sonne daraufhin noch mehr als eh schon.

Wer nun aber erwartet, dass der humorige Schauspieler eine Komödie ins Potsdamer Filmmuseum mitbringt, der irrt. Krauses ganz privater Lieblingsfilm ist „Der Postmeister“ (1940) – ein sehr zu Herzen gehendes Melodram mit dem unvergessenen Heinrich George (1893-1946) in der Titelrolle. Am Freitagabend ist der Berliner zu Gast in der von der Märkischen Allgemeinen Zeitung präsentierten Reihe Cinéma privé. An seinem 74. Geburtstag! Welche Ehre für das Potsdamer Publikum! „Naja, das hat sich halt so ergeben“, sagt Krause. Ob gefeiert wird? Das will der Ex-Fernsehbulle auf sich zukommen lassen.

Nur zweimal hat Krause „Der Postmeister“ gesehen. Doch das österreichisch-deutsche Melodram von Gustav Ucicky – nach Alexander Puschkins gleichnamiger Erzählung – hat den beliebten Schauspieler „ungeheuer berührt“. Dieses Gefühl, damals in einem Berliner Kiezkino an der Oranienburger Straße empfunden, erhielt sich bis heute.

Die Geschichte: Irgendwo in der russischen Provinz lebt ein Postmeister (Heinrich George) mit seiner wunderschönen Tochter Dunja (Hilde Krahl). Als der flotte Rittmeister Minskij in der Poststation Halt macht, verliebt er sich sofort in Dunja, schwärmt ihr von St. Petersburg vor und nimmt sie mit in die große Stadt. Doch statt Minskijs Ehefrau wird Dunja nur die Geliebte – seine und die anderer wohlhabender Herren. Ehrlich ist allein die Liebe des jungen Mitja (Hans Holt). Als Dunjas Vater von ihrem Lotterleben erfährt, bricht er sofort nach St. Petersburg auf. Um ihren aufgebrachten Vater zu beruhigen, arrangiert Dunja eine Scheinhochzeit mit Minskij. Ein Drama bahnt sich an...

Ehrentag mit Publikum

An seinem Geburtstag präsentiert Horst Krause – am Freitag wird der Schauspieler 74 Jahre – in der von der Märkischen Allgemeinen Zeitung präsentierten Reihe Cinéma privé seinen Lieblingsfilm und plaudert mit Radio-Eins-Moderator Knut Elstermann.

„Der Postmeister“ – frei nach Alexander Puschkins gleichnamiger Erzählung – entstand 1939/40 in Wien. Premiere war am 25. April 1940. Nach dem Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion wurde der Film nicht mehr in den Kinos gezeigt, da er Goebbels Propagandaministerium zufolge die Russen als zu nett darstellte.

Um 19 Uhr beginnt die Veranstaltung im Filmmuseum Potsdam, Breite Straße 1a. Reservierungen unter 0331/271 81 12.

Ein künstlerisches Vorbild – etwa George – hatte Krause nie. Sein Credo: „Ich bin kein Fan, ich habe Fans.“ Und die werden sich freuen: Bald gibt’s Neues von Krause, der im Frühjahr seine „Polizeiruf 110“-Uniform an den Nagel hängte. Als Dorfsheriff ist Krause zwar im Ruhestand, als TV-Schwergewicht glücklicherweise noch im Einsatz. Für eine neue Episode der kultigen Krause-Reihe des RBB steht er im kommenden Mai vor der Kamera. Regie wird wieder Bernd Böhlich führen, den Krause als „klugen, gesellschaftlich interessierten Menschen“ schätzt. Im Herbst schickt Regisseur Marc-Andreas Bochert, Absolvent der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“, Horst Krause nach dem Erfolg der hintersinnigen ARD-Culture-Clash-Komödie „Krüger aus Almanya“ ins nächste Abenteuer: Der grantelnde Multikulti-Skeptiker Paul Krüger darf dann auf Kreuzfahrt.

Von Ricarda Nowak

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