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Kultur Howard Griffiths fliegendes Orchester
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15:11 23.01.2018
Howard Griffiths: Das fliegende Orchester Quelle: promo
Potsdam

Howard Griffiths ist nicht nur Musikliebhaber, er hat auch ein Herz für die Jugend. Der Generalmusikdirektor des Brandenburgischen Staatsorchesters in Frankfurt (Oder) arbeitet seit Jahren mit Kindern und Jugendlichen, um ihnen einen Zugang zur Welt der klassischen Musik zu eröffnen. „Wir Musiker müssen den ersten musikalische Keim setzen“, hat er einmal gesagt. Griffiths meint das ernst. Das Staatsorchester hat deshalb regelmäßig Projekte zur kulturellen Bildung im Angebot, in denen versucht wird, Jugendlichen die Welt von Kunst, Musik und Literatur nahe zu bringen. Nun hat der 67-jährige Brite, der das Staatsorchester seit zehn Jahren leitet, sein drittes Kinderbuch veröffentlicht.

Es treten auf: Tschaikowski, Bach, Mozart, Rossini und Beethoven

Es heißt „Das fliegende Orchester“ und erzählt das Märchen von einem Klangkörper, dessen Instrumente zum großen Hexenfest zur Walpurgisnacht eingeladen sind. Der Grund: Die Konzertmeisterin und erste Violinistin ist selbst ein Hexe. Doch weil ein Gnom die Hexenbesen manipuliert, wird die kleine Konzerttournee, zu der der Maestro des Orchesters mit den Instrumenten aufbrechen will, zu einer Zeitreise durch die Musikgeschichte. Unverhoffte Begegnungen mit Tschaikowsky, Bach, Mozart, Rossini und Beethoven sorgen für überraschende Hörgenüsse. Am Ende erliegt selbst der grimmige Gnom, der alles nur vermiesen wollte, der„Ode an die Freude“ aus Beethovens neunter Sinfonie.

Nach „Die Hexe und der Maestro“ und „Die Orchestermäuse“ ist „Das fliegende Orchester“ der dritte Teil von Griffiths Musikhörbuchreihe „Orchestermärchen“. Es ist ein Bilderbuch mit beigelegter CD, also etwas fürs Auge und die Ohren. Für die bunte, lustige Bebilderung des knapp 60 Seiten starken Büchleins hat die aus Frankfurt stammende Illustratorin Karin Hellert-Knappe gesorgt. Griffiths kindgerechte Texte werden auf der CD von der Schauspielerin Martina Gedeck eingesprochen. Unterlegt wird der Text, so nicht die Klassiker von Rossini & Co erklingen, von der Musik des Schweizer Komponisten Fabian Künzli. Es spielt das Brandenburgische Staatsorchester.

Martina Gedeck erzählt die Geschichte

Da knattern die Blechbläser, hüpfen die Streicher und donnern die Pauken, wenn Gedeck die Abenteuer der fliegenden Musikinstrumente erzählt. Für jede Figur wechselt sie die Stimmlage, mal hoch aufgeregt für die Geigenhexe, mal tief, mit trockenem britischem Akzent, wenn der Maestro zu Wort kommt. So wird Hochkultur kinderleicht konsumierbar.

Howard Griffiths: Das fliegende Orchester. Musikhörbuch und CD für Kinder. Verlag Hug & Co, 58 Seiten, 19,90 Euro.

Von Mathias Richter

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