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"Images": Ausstellung zur Bedeutung von Bildern

Ausstellungen "Images": Ausstellung zur Bedeutung von Bildern

Eine Ausstellung mit dem Titel "Images" weckt Erwartungen an eine bildgewaltige Präsentation. Im Kasseler Fridericianum geht es aber weniger um konkrete Darstellungen, sondern um den Bildbegriff selbst.

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«I Do Not Own Snow White» von Pierre Huyghe.

Quelle: Uwe Zucchi

Kassel. Eine neue Ausstellung im Kasseler Fridericianum geht der Frage nach, welche Bedeutung Bilder im heutigen Medienzeitalter haben. Außerdem beschäftigt sich die Schau "Images" mit dem künstlerischen Umgang mit Bildern seit der Jahrtausendwende.

"Für das Wort Bild existieren im Englischen zwei Begriffe: picture und image", erläuterte Kuratorin Susanne Pfeffer. Sie habe sich bewusst für den Titel "Images" entschieden, da in ihm das Imaginäre des Bildes anklinge. "Die Ausstellung untersucht die Wechselwirkung von reellem und imaginärem Raum."

Zu sehen sind Arbeiten von neun internationalen Künstlern, die sich mit allgemeinen Bildvorstellungen, Symbolik und Zitaten bekannter Werke beschäftigen. Zu den Künstlern gehören etwa Cory Arcangel, Trisha Donnelly und der Documenta-13-Künstler Pierre Huyghe. Von Huyghe etwa ist das Werk mit dem Namen "I Do Not Own Snow White" (Mir gehört Schneewittchen nicht) zu sehen - in leuchtenden Buchstaben.

Auch Fragen der Urheberschaft werden in der Schau thematisiert. Welche Rolle spielt das Copyright noch, wenn im Internet nahezu jedes Motiv frei zugänglich ist? Michel Majerus hat dazu eine Sammlung bildlicher Zitate geschaffen, da steht ein Motiv Andy Warhols neben der Videospielfigur Super Mario. Auch Seth Price zitiert in seinen Werken bekannte Bilder. Eine Kunststoff-Skulptur zeigt Motive aus der Höhle von Lascaux. Für eine andere Arbeit hat er die grausamen Bilder einer Enthauptung aufgegriffen, sie verfremdet und auf eine Pose reduziert.

In einer Videoinstallation von Elaine Sturtevant im Obergeschoss läuft ein Hund in Dauerschleife über eine Wiese. Das Gesehene verändert sich in jeder Sekunde. Denn auch das ist ein Anliegen der Ausstellung: Sie will das Bild als Momentaufnahme, als individuell wahrgenommene Erfahrung zeigen.

dpa

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