Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kultur Intersonanzen lockt mit 30 Uraufführungen
Nachrichten Kultur Intersonanzen lockt mit 30 Uraufführungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:02 20.04.2016
Fünf Musiker von LUX:NM bestreiten das Eröffnungskonzert. Quelle: Foto: PR
Anzeige
Potsdam

Das Festival Intersonanzen, das am Freitag zum 16. Mal in Potsdam eröffnet wird, richtet sich an neugierige Menschen. Das ist leicht gesagt, denn die meisten Zeitgenossen bevorzugen nur Altbewährtes. Aber ist es nicht interessant, wie ein Posaunen-Quartett (Freitag, 21 Uhr) oder auch ein Schlagzeug-Quartett (Samstag, 18 Uhr) klingen? Komponisten aus Brandenburg und Berlin haben für ganz unterschiedliche Besetzungen etwa 30 Werke notiert, die an drei Tagen, meist in der Fabrik, zur Uraufführung kommen.

Wie klingt die Neue Musik heute? Die Zeiten, als Atonalität oder purer Lärm das Gebot der Stunde waren, sind längst vorbei. „Die stilistische Vielfalt ist die Stärke des Intersonanzen-Festivals“, sagt Susanne Stelzenbach, die dieses Mal die Programm-Verantwortung trägt. Die Namen ihrer Komponistenkollegen schlägt sie tendenziell verschiedenen Lagern zu. Gisbert Näther etwa, der mit zwei Uraufführungen am Start ist, sei eher Traditionalist. Helmut Zapf oder Alex Nowitz werden dagegen als Avantgardisten wahrgenommen, weil sie mit unkonventionellen Ausdrucksformen der Gegenwart gerecht werden möchten.

Susanne Stelzenbach betont, dass mit LUX:NM und dem Ensemble Mosaik zwei international hoch gehandelte Musiker-Formationen in Potsdam gastieren. „In Berlin sind deren Konzerte stets gut besucht, in Potsdam war es in der Vergangenheit oft schwer, eine größere Zahl offener Ohren zu versammeln“, räumt sie ein. LUX:NM ist die Abkürzung für „Luxus Neue Musik“. Mit Saxofon, Akkordeon, Posaune, Klavier und Cello eröffnen die Berliner am Freitag, 18 Uhr, mit einem „szenischen Konzert“ das Festival. Zwischen den Aufführungen wird ein Regisseur zusätzliche visuelle Impressionen zum Thema „Das Goldene Zeitalter“ stiften. 19.30 Uhr folgen dann fünf Kompositionen für Cello und Sopran, eine besonders intime Besetzung.

Am Samstag, 16 Uhr, wird das Festival in der Fabrik mit verschiedenen Konzerten fortgesetzt. 21.30 Uhr schlägt die Stunde der Elektroakustiker und Videokünstler.

Am Sonntag, 15 Uhr, erklingen in der Friedenskirche Sanssouci sieben Werke für Tuba, Blockflöte und Orgel. Neugierig?


Das gesamte Programm finden Sie unter: www.intersonanzen.de

Von Karim Saab

Der Berliner Künstler Peter Berndt (79) malt Alleen, seit dem Mauerfall vor allem in Brandenburg. Nun ist eine Auswahl von 44 Gemälden im Kulturzentrum Rathenow zu sehen. Berndt komponiert die Landschaften, das heißt, er hält sich nicht an jede originale Verästelung der Bäume – stets malt er sie aus Sicht des Autofahrers. Und verrät, warum die Alleen sein Lebensthema sind.

20.04.2016

Schwedens Königsfamilie hat wieder Zuwachs bekommen: Prinz Carl Philip ist Papa geworden. Während der König seinen Enkelsohn gleich in Augenschein genommen hat, muss Königin Silvia noch warten.

20.04.2016

Sie waren glühende Verfechter von Luthers Reformation. Ihre ausgeklügelte Heiratspolitik verband sie mit fast allen Königshäusern Europas. Heute ist das Fürstengeschlecht der Ernestiner kaum noch bekannt. Eine Ausstellung will das ändern.

20.04.2016
Anzeige