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Jan Böhmermann setzt bei Radioeins aus

Skandal um Schmähgedicht Jan Böhmermann setzt bei Radioeins aus

Jan Böhmermann setzt nicht nur im ZDF, sondern auch bei Radioeins aus: Die Satiresendung „sanft & sorgfältig“, die Böhmermann zusammen mit Olli Schulz jeden Sonntag moderiert, wird es vorerst nicht mehr geben. Diesen Sonntag stattdessen: „Freiheit für Böhmermann!“

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Quelle: ZDF

Potsdam.  Der von politischen Diskussionen umtoste Moderator Jan Böhmermann setzt auch bei seiner Radiosendung „Sanft & sorgfältig“ weiterhin aus. Sein Management habe dem Sender Radioeins mitgeteilt, dass es im April keine Ausgabe mehr geben solle, sagte ein Sprecher des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) am Sonntag. Böhmermann lege offenbar eine Medienpause ein. Was danach komme, sei noch ungewiss.

„Freiheit für Böhmermann!“

An diesem Sonntag verzichtet der RBB-Sender bereits zum zweiten Mal auf eine Ausgabe von „Sanft & sorgfältig“, das Böhmermann zusammen mit Olli Schulz moderiert. Stattdessen lud der Sender zu einem Satire-Show-Talk unter dem Titel „Freiheit für Böhmermann!“ ins Berliner Tipi am Kanzleramt, der ab 16 Uhr auf Radioeins gesendet wird.

Auszeit wohl bis Mitte Mai

Der ZDF-Moderator hatte am Samstag bereits angekündigt, „eine kleine Fernsehpause“ einlegen zu wollen - sie soll bis Mitte Mai dauern. Öffentlichkeit und Internet sollten sich 2mal wieder auf die wirklich wichtigen Dinge wie die Flüchtlingskrise, Katzenvideos oder das Liebesleben von Sophia Thomalla konzentrieren“, schrieb der Satiriker am Samstag auf bekannt ironische Weise bei Facebook.

Gewaltiges Echo auf Schmähgedicht gegen Erdogan

Böhmermann hatte Ende März in seiner Fernsehshow „Neo Magazin Royale“ mit einem Schmähgedicht gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ein gewaltiges mediales und politisches Echo ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Beleidigung gegen ihn. Eine Online-Petition „Freiheit für Böhmermann“ haben bis Sonntagnachmittag über 230.000 Menschen unterschrieben.

Beleidigung von Staatschefs strafbar – noch

Laut Paragraf 103 Strafgesetzbuch muss, wer einen ausländischen Staatschef beleidigt, in Deutschland mit bis zu drei Jahren Haft oder einer Geldstrafe rechnen. Aber: „Ob es zu einer Verurteilung kommen wird, ist völlig offen“, sagte die ehemalige Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) der „Passauer Neue Presse“. Wenn überhaupt, drohe Böhmermann nur eine geringe Geldstrafe. „Die würde dann hoffentlich das ZDF übernehmen.“

Kanzlerin Angela Merkel hatte am Freitag auch angekündigt, dass der uralte Paragraf noch in dieser Legislaturperiode gestrichen werden solle. Die Vorschrift sei „entbehrlich“, sagte sie.

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Von dpa

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